Barcelona gegen atlético: schiri-debakel überschattet champions-league-duell

Madrid brodelt! Das Viertelfinal-Hinspiel zwischen Barcelona und Atlético in der Champions League wird nicht nur sportlich, sondern vor allem auch wegen der umstrittenen Schiedsrichterleistung im Mittelpunkt stehen. Die Aufregung nach dem Ligaspiel am Samstag ist allgegenwärtig und droht, das hochkarätige Duell zusätzlich anzuheizen.

Tonaufnahmen legen var-fehlentscheidungen offen

Schon das Ligaspiel zwischen Atlético und Barcelona endete in einem 2:1-Sieg der Katalanen, das von höchster Kontroverse begleitet war. Der Schiedsrichter, Mateo Busquets Ferrer, griff gleich zweimal auf den Video Assistant Referee (VAR) zurück, und beide Male zu Ungunsten der Madrilenen. Zuerst wurde die Gelb-Rote Karte gegen Atlético-Spieler Nicolas Gonzalez (28.) in eine direkte Rote Karte umgewandelt. Dann erhielt Barcelonas Gerard Martín (24) lediglich eine Gelbe Karte, obwohl eine Rote Karte in Betracht gezogen worden war.

Atlético-Boss Miguel Ángel Gil Marín ließ seiner Frustration freien Lauf und kritisierte die Rolle des VAR scharf. Er prangerte die Veröffentlichung der Tonaufnahmen an, die den Einfluss des VAR-Assistenten Melero López auf die Entscheidungen des Schiedsrichters offenbaren. „Wenn wir uns die Bilder ansehen und die Tonaufnahmen anhören, die der Verband veröffentlicht hat, können wir nur beschämt sein. Es ist inakzeptabel, dass sie uns ihre Kommentare hören lassen, die völlig im Widerspruch dazu stehen, wie der VAR eigentlich funktionieren sollte, und dass nichts geschieht.“

Die Tonaufnahmen zeigen, wie Melero López Busquets Ferrer explizit dazu rät, die mögliche Rote Karte gegen Martín nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls in eine Verwarnung abzuschwächen – was dann auch geschah. Ein Eingriff, der die Gemüter erhitzt und die Frage aufwirft, inwieweit der VAR die Autonomie des Schiedsrichters auf dem Feld untergraben sollte.

Kovács und dingert im rampenlicht

Kovács und dingert im rampenlicht

Für das erneute Aufeinandertreffen in der Champions League wird der rumänische Schiedsrichter István Kovács die Pfeife führen, unterstützt vom deutschen VAR Christian Dingert, der unter anderem in der Bundesliga aktiv ist. Die Zusammenarbeit zwischen Kovács und Dingert wird besonders genau beobachtet, angesichts der jüngsten Ereignisse und der hohen Erwartungen.

Die Madrilenen argumentieren, dass Schiedsrichter, wie Spieler und Trainer, das Recht hätten, Fehler zu machen. „Aber Fehler im Spiel sind eben genau das: Fehler. Ganz anders verhält es sich, wenn ein Schiedsrichter in der VAR-Kabine den Hauptschiedsrichter bei der Beurteilung einer Spielsituation beeinflusst. Der Schiedsrichter auf dem Spielfeld muss Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen, indem er die Absichten der einzelnen Spieler interpretiert. Der VAR sollte nur eingreifen, um nicht interpretierbare Fehler zu korrigieren, nicht um anstelle des Hauptschiedsrichters zu entscheiden.“

Die Partie verspricht nicht nur fußballerisch Höchstleistungen, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit der Rolle des VAR und der Frage, wie weit der Einfluss auf die Entscheidungen des Schiedsrichters gehen darf. Die Spannung ist förmlich greifbar – und die Schiedsrichterleistung könnte den entscheidenden Ausschlag geben.