Barcelona bricht magdeburgs königsklassen-serie mit 36:29
Es war die erste Niederlage der Saison, und sie kam ausgerechnet vom Rekordsieger. SC Magdeburg verlor am Donnerstagabend das Heimspiel gegen den FC Barcelona mit 29:36 und gibt damit die Tabellenführung in der ChampionsLeague ab. Titelverteidiger weg vom Thron – zumindest vorerst.
Barcelona beendet eine 20 jahre alte negativserie in magdeburg
Was kaum jemand auf dem Zettel hatte: Der letzte Sieg der Katalanen in Magdeburg datierte vom Dezember 2005. Damals zogen die Blaugrana noch bis ins Finale durch und holten den Titel. Jetzt, gut zwei Jahrzehnte später, haben sie sich diesen Ort zurückerobert. Drei Niederlagen in Folge gegen den SCM in der Königsklasse – alles vergessen, alles ausradiert in einer einzigen Crunchtime-Phase.
Bis zur Halbzeit hielt Magdeburg dagegen. 16:16 zur Pause, genauso eng wie im Hinspiel, das die Mannschaft von Bennet Wiegert auswärts noch mit 22:21 gewonnen hatte. Doch in den entscheidenden Minuten fanden die Gäste die klareren Lösungen. Magdeburg wirkte fehlerbehaftet, Barcelona gnadenlos effizient.
Claar und gómez teilen sich die torjägerrolle – doch der kontext ist ein anderer
Bester Werfer beim SCM war Felix Claar mit sieben Treffern. Für Barcelona erzielte Aleix Gómez dieselbe Anzahl. Auf dem Papier Gleichstand. Auf dem Feld war der Unterschied deutlich spürbar: Sieben Tore Endabstand sprechen eine eigene Sprache.
Das Viertelfinale hat Magdeburg längst sicher. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: Der Vorsprung in Gruppe B ist dahin. Am letzten Spieltag, Mittwoch, 20:45 Uhr bei Paris Saint-Germain Handball, braucht der SCM nun einen Sieg – und gleichzeitig Schützenhilfe. Barcelona hat den Vorteil, Magdeburg muss liefern.
Die füchse machen es besser: gruppensieger aus aalborg
Während Magdeburg stolperte, schrieben die Füchse Berlin in Gruppe A bereits Geschichte. Das 35:31 beim dänischen Spitzenteam Aalborg HB machte die Berliner zum sicheren Gruppensieger. Ein Ergebnis, das in Deutschland fast unterging – zu Unrecht.
Das Viertelfinale steigt am 29./30. April und 6./7. Mai. Das Final Four folgt am 13. und 14. Juni in Köln. Magdeburg ist dabei – die Frage ist nur, mit welchem Selbstvertrauen sie ankommen. Nach dieser Niederlage müssen Wiegert und seine Mannschaft in Paris eine Antwort geben. Eine Niederlage ist verzeihlich. Zweimal in Folge zu verlieren, wäre ein anderes Signal.
