Barça setzt alles auf bastoni: 70-millionen-transfer soll abwehr umbauen

Der FC Barcelona hat einen neuen Liebling: Alessandro Bastoni. Der italienische Nationalverteidiger vom Inter Mailand ist laut Sport1 die „Nummer eins auf der Wunschliste“ von Sportdirektor Deco, um die zentrale Abwehr neu zu justieren. 70 Millionen Euro Ablöse, kein formelles Angebot, aber ein klares Signal: Bastoni will, Barça will – nur das Geld fehlt noch.

Warum bastoni der perfekte kandidat ist

Deco sucht einen linkshändigen Innenverteidiger, der Kopfballstärke mit Spielaufbau verbindet. Bastoni liefert beides. Mit 26 Jahren hat er bereits 47 Länderspiele absolviert, gewann 2021 die Serie A und stand 2023 mit Inter im Champions-League-Finale. Seine Passquote von 91 % in der gegnerischen Hälfte ist für Barças hohes Anlaufspiel ideal. Die Zahlen sprechen: 1,91 m groß, 3,4 Kopfballkämpfe pro 90 Minuten, 72 % davon gewonnen.

Die interne Analyse des Klubs listet ihn als „profil 1A“: jung genug für eine Wiederverkäufer-Quote, erfahren genug für sofortige Impact-Kultur. Anders als Andreas Christensen, dessen Verlängerung auf Eis liegt, bietet Bastoni langfristige Planbarschaft. Die sportliche Leitung hat daher grünes Licht gegeben, erste Kontakte über Berater bereits geknüpft.

70 Millionen euro – das problem heißt liquidez

70 Millionen euro – das problem heißt liquidez

Der Marktwert der „Nerazzurri“ liegt offiziell bei 70 Millionen, intern rechnet Barça mit 65 plus Boni. Das Problem: Die 1:1-Regel ist noch nicht genehmigt, die Kapitalerhöhung von 40 Millionen aus dem Spotify-Vertrag ist erst im Juni fällig. Ein Bank-Darlehen würde die Gehaltsmauer sprengen, ein Tauschgeschäft scheitert am mangelnden Interesse von Inter. Die Italiener signalisierten Gesprächsbereitschaft, fordern aber mindestens 60 Millionen bar.

Parallel laufen Sondierungen bei Alternativen. Micky van de Ven (Tottenham) kostet 65 Millionen, Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) 55 Millionen, beide linkshändig, beide jünger, aber ohne Bastonis internationale Erfahrung. Josip Vuskovic (Hamburg) ist rechtshändig und für 60 Millionen zu haben, gilt aber nur als Notlösung. Die Rangfolge ist klar: erst Bastoni, dann Van de Ven, dann Schlotterbeck.

Die Uhr tickt. Barça muss bis 30. Juni die Bilanz für die Liga-Lizenz abliefern, bis 15. Juli will Deco die Abwehr komplett haben. Bastoni wartet, die Fans auch. Wenn der Klub die 1:1-Hürde nimmt, droht ein Sommer-Comeback der alten Großmann-Ära – diesmal mit italienischem Flair statt katalanischer Tradition.