Bani schießt palermo richtung serie a – seine tore kommen wie bestellt

Ein Abwehrchef mit Goalgetter-DNA: Mattia Bani hat Palermo in zwei dramatischen Wochen sieben Zähler gesichert und die Aufstiegsrechnung neu geschrieben.

Von der felswand zum matchwinner – bani erklärt, warum er vorne einschlägt

Von der felswand zum matchwinner – bani erklärt, warum er vorne einschlägt

„Mein Job ist verteidigen, klar. Aber wenn der Ball fliegt, denke ich an vorn“, sagt der 31-Jährige nach dem 1:0 in Padua, wo er in Unterzahl traf. Sein Kopfball gegen Juve Stabia drei Tage zuvor war bereits die zweite Auswärts-Retter-Aktion in Serie. Trainer Filippo Inzaghi hatte ihn vor Saisonbeginn nach Sizilien geholt, um Ruhe in die junge Defensive zu bringen – nun liefert der ehemalige Genua-Kapitän Tore, wie zuletzt beim Bologna 2018/19, als er vier Mal zuschlug.

Die aktuelle Bilanz: 19 Spiele, nur zwei Niederlagen, 14 ungeschlagen. Die rosanero halten sich trotz 13 verschenkter Punkten in Führungsposition dank einer Serie, die Bani mit der Switch-Mentalität erklärt: „Wir mussten uns erst finden, Trainer, Neuzugänge, alles neu. Jetzt wissen wir, wer wann wo rennt.“

Die Statistik lügt nicht: Mit Bani als Führungsfigur kassierte Palermo nur 0,58 Gegentreffer pro Partie – Bestwert der Serie B. Doch das, betont er, sei nur die halbe Miete. „Wenn wir nicht in Frosinone gewinnen, nützt uns die Rechnung nichts.“ Das Spitzenspiel am 37. Spieltag könnte direkt den Durchmarsch festnageln, vorausgesetzt, der Avellino-Auftritt davor verläuft ohne Ausrutscher.

Die Kurve spürt die Spannung. Nach dem 0:3 in Monza standen trotz Pleite tausende Fans vor dem Bus – ein Szenario, das Bani nur aus seiner Genua-Zeit kennt. „Sie sehen die Arbeit, nicht nur das Ergebnis. Das macht hungrig.“ Bei 30.000 im Barbera-Stadion will er den nächsten Akzent setzen – und vielleicht sogar den persönlichen Torrekord überbieten. „Vier sind drin, warum nicht fünf?“

Die Playoff-Historie des Klubs? Kein Thema, sagt Bani mit rauer Stimme: „Wir wollen direkt rauf, Punkt.“ Die Konkurrenz um Parma, Venezia und Cremonese zittert mittlerweile, weil Palermo plötzlich auch Tore schießt, wenn der Gegner doppelt deckt. Der Grund liegt auf der Platte: Bani, 1,90 m, springt bei Standards als zusätzliche Waffe mit – ein Luxus, den Inzagih sich gönnt, weil hinten mittlerweile Stabilität herrscht.

Die Saison ist jung, die Beine werden schwer, doch im Katakomben-Flur des Renzo-Barbera klingt schon der Slogan durchs Lautsprechersystem: „Torino, wir kommen.“ Bani lächelt schief: „Noch sechs Finals. Dann entweder wir oder keiner.“