Ayuso lobt pérez: „bester präsident und top-unternehmer spaniens“

Ein ungewöhnliches Lob kam von der spanischen Politikerin Isabel Díaz Ayuso, der Präsidentin der Region Madrid: Sie bezeichnete Florentino Pérez, den Präsidenten des Real Madrid, als den „besten Präsidenten, den der Verein je hatte“ und als einen der erfolgreichsten Unternehmer des Landes. Diese Aussage fiel in einem Interview bei esRadio und wirft Fragen auf, wie sich Politik und Fußball in Spanien tatsächlich verflechten.

Die wertschätzung für pérez

Die wertschätzung für pérez' wirken

Ayuso betonte, dass sie eine „sehr gute Meinung“ von Pérez habe und hob dessen Verdienste hervor. „Er hat unserer Marke in die ganze Welt exportiert und Bürger aus allen Teilen der Welt angezogen“, so die Präsidentin. Die Modernisierung des Estadio Santiago Bernabéu, ein Projekt von enormem Ausmaß, wurde ebenfalls explizit gelobt. Es geht dabei nicht nur um die sportliche Leistung des Teams, sondern auch um die wirtschaftliche Bedeutung, die der Verein für die Region Madrid hat.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Ayuso betonte, dass die regionale Regierung darauf achtet, ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung des Bernabéu für Veranstaltungen und dem Ruhe der Anwohner zu gewährleisten. „Eine Verwaltung muss dafür sorgen, dass ein solches Areal, das zweifellos zu den besten der Welt für Veranstaltungen dieser Art gehört, sowohl genutzt als auch den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird“, erklärte sie. Die Sicherheit juristischer Rahmenbedingungen für die Veranstalter soll dabei ebenso gewährleistet werden wie die Lebensqualität der Menschen, die in der Nähe des Stadions wohnen.

Die Aussage von Ayuso ist bemerkenswert, da sie die enge Verbindung zwischen Politik und Sport in Spanien verdeutlicht. Während sie betont, dass die Regierung sich nicht in die internen Wahlprozesse des Vereins einmischt, zeigt ihre öffentliche Anerkennung von Pérez' Leistungen, dass die regionale Führung die Rolle des Vereins als Wirtschaftsmotor und Botschafter der Region Madrid schätzt. Die Frage, ob diese Nähe zu weit geht, bleibt jedoch offen.

Die Zahl der internationalen Besucher, die durch den Verein und das modernisierte Bernabéu angezogen werden, ist beeindruckend: Im letzten Jahr verzeichnete die Region Madrid einen Anstieg des Tourismus um 15%, was direkt auf die Popularität des Real Madrid zurückgeführt werden kann. Ein Beweis dafür, dass Fußball mehr ist als nur ein Spiel – er ist ein Wirtschaftsfaktor von globaler Bedeutung.