Le mans 24h: bmw verpasst den sieg knapp – safety-car-frust!
Die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans endete für BMW mit gemischten Gefühlen. Obwohl das Team zwei Podestplätze erreichte – Platz zwei mit dem #20 und Pole Position mit der #15 – lastet auf dem Ergebnis die bittere Erkenntnis, dem Sieg so nahe gewesen zu sein und ihn doch knapp vergeben zu haben. Elf Sekunden fehlten am Ende auf Toyota, eine Distanz, die durch unglückliche Umstände noch größer wurde.
Ein safety-car-moment entscheidet das rennen
Robin Frijns, Rene Rast und Sheldon van der Linde im BMW #20 führten das Rennen lange vor und hatten einen deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch ein Safety-Car-Einsatz rund sechs Stunden vor Rennende veränderte alles. "Ja, schmerzhaft," kommentierte Frijns die Situation. "Der Toyota mit der Nummer 8 hatte zuvor Probleme, und die Neutralisierung hat uns in eine ungünstige Lage gebracht." Vor dem Safety-Car führte BMW komfortabel, doch danach kehrte Toyota zurück ins Spiel und holte auf.
Andreas Roos, BMW-Motorsportchef, verdeutlichte die Problematik: "Unser Vorteil bei der Streckenposition wurde durch das Safety-Car praktisch auf Null reduziert, während der Energienachteil bestehen blieb." Ein unerfreulicher Umstand, der letztlich die Entscheidung zugunsten von Toyota brachte.

Van der linde: „da ist alles schiefgelaufen“
Sheldon van der Linde zeigte sich ebenfalls enttäuscht: „Dort ist für uns alles schiefgelaufen. Wir lagen in Führung und hatten die Streckenposition auf unserer Seite. Irgendwann verloren wir die Führung jedoch, weil wir die meiste Energie nachladen mussten.“ Das Team musste anschließend längere Boxenstopps in Kauf nehmen, um die Batterien aufzuladen, was die Strategie erheblich beeinträchtigte.
Überholen in Le Mans ist eine Kunst für sich, besonders gegen einen so schnellen Toyota. René Rast betonte: „Man muss enorme Risiken eingehen, und gleichzeitig muss man auf das Auto achten, denn Beschädigungen am Unterboden können das Rennen beenden.“ Die Kombination aus schwierigen Überholmanövern und der Notwendigkeit, das Fahrzeug zu schonen, machte die Situation für BMW zusätzlich kompliziert.

Toyota feiert, bmw blickt nach vorne
Trotz der Enttäuschung ist BMW stolz auf die gezeigte Leistung. Das Team hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und gehört nun fest zur Weltspitze im Langstrehensport. „Es gibt nichts zu bereuen,“ sagte WRT-Teamchef Vincent Vosse. „Es war ein sehr starkes Rennen, ein fehlerfreies Rennen der Fahrer, des Teams und des Autos.“
Und auch wenn der Sieg in Le Mans dieses Jahr an Toyota ging, bleibt die Zuversicht bei BMW bestehen. „Wir werden es auf jeden Fall erneut versuchen,“ versprach van der Linde. Die Saison ist noch jung, und BMW hat gezeigt, dass es zu den Top-Anspielern gehört. Der Kampf um den Titel in der WEC ist noch lange nicht entschieden.
