Hülkenberg: ist der „renngott“ wirklich schuld am audi-pech?
Barcelona – Nico Hülkenberg, einst gefeierter Formel-1-Pilot, scheint von einer mysteriösen Serie verfolgt zu werden. Nach sieben Rennen ohne Punkte und einer Saison voller unglücklicher Umstände stellt sich die Frage: Ist es reines Pech oder steckt mehr dahinter? Der erfahrene Deutsche deutete nach dem Rennen in Spanien an, dass höhere Mächte möglicherweise gegen ihn arbeiten.

Ein kiesbett und ein killswitch – das unglaubliche ende in barcelona
Hülkenberg hatte in Barcelona einen vielversprechenden Tag erlebt. Er jagte über mehrere Runden Liam Lawsons Racing Bull und schien kurz davor, endlich wieder in die Punkteränge vorzudringen. Doch dann kam es zu einem unerwarteten Zwischenfall: Lawsons Auto wirbelte beim Bremsen eine Menge Kies auf, und ein einzelner Stein traf Hülkenbergs Audi an einer kleinen, roten Lasche über dem Cockpit – dem sogenannten Killswitch. Dieser Not-Aus-Schalter, eigentlich für Streckenposten gedacht, löste sich aus, und das Auto schaltete sich ab. Hülkenberg musste mit letzter Kraft in die Box rollen und gab das Rennen auf. „Das ist mir in den 16 Jahren, in denen ich in der Formel 1 bin, noch nicht passiert“, gestand er fassungslos.
Ein Fluch? Hülkenberg scherzte bitter: „Der Renngott will nicht, dass wir Punkte holen.“ Die ironische Bemerkung deutet auf eine wachsende Frustration hin, die über das bloße Pech in Barcelona hinausgeht. Die Saison ist bislang von einer Reihe von Missgeschicken geprägt – zweimal verpasste er das Ziel, zweimal startete er gar nicht erst aufgrund technischer Defekte, und der elfte Platz in Barcelona ist, angesichts der Leistungsfähigkeit des Autos, enttäuschend.
Es ist kein Geheimnis, dass der Audi, obwohl auf fast jedem Kurs konkurrenzfähig, Hülkenberg nicht die Unterstützung gegeben hat, die er benötigt. In Monaco erreichte er als Neunter die Ziellinie, wurde aber nachträglich mit einer Strafe aus den Top 10 verbannt. Das Team arbeitet hart daran, die Probleme zu beheben, aber das Gefühl, von einer unglücklichen Serie verfolgt zu werden, lässt sich nicht ignorieren. Der einst so selbstbewusste Hülkenberg wirkt nun verunsichert und sucht nach Erklärungen für sein Unglück.
Die Fans und Experten sind gespalten. Einige sehen in Hülkenbergs Aussagen lediglich eine humorvolle Reaktion auf eine frustrierende Situation. Andere vermuten, dass tieferliegende Probleme im Team oder am Fahrzeug vorliegen, die noch nicht ans Licht gekommen sind. Was auch immer die Ursache sein mag, eines ist klar: Nico Hülkenberg muss dringend die Kurve bekommen, wenn er seine Formel-1-Karriere bei Audi erfolgreich fortsetzen will. Die nächste Chance bietet sich in Spielberg, wo er sich eine bessere Ausgangslage erhofft. Aber Vorsicht: Der Renngott scheint in dieser Saison ein besonders launischer Herr zu sein.
