Elektro gegen gpl: was kostet der sommerurlaub wirklich?
Die Urlaubszeit naht, und mit ihr die Frage: Welches Auto ist für lange Fahrten am effizientesten? Eine aktuelle Analyse von Gazzetta Motori beleuchtet den Vergleich zwischen Elektroautos und Gpl-Fahrzeugen – und die Ergebnisse könnten Reisepläne überdenken lassen. Denn die vermeintlichen Vorteile von Elektromobilität schwinden auf den deutschen Autobahnen.
Der preis für die langstrecke
Die Untersuchung konzentriert sich auf die tatsächlichen Kosten für den Tankstopp oder die Ladung auf der Autobahn, ein Szenario, das für viele Urlauber im Sommer relevant ist. Dabei werden Modelle desselben Herstellers mit ähnlicher Leistung und Größe verglichen, die primär für den außerschichtlichen Gebrauch konzipiert sind. Ein Gpl-betriebenes Fahrzeug, ausgestattet mit einem Tri-Fuel-System (1.6-Liter-Turbomotor, 50 Liter Benzin, 52 Liter Gpl), bietet eine Reichweite von 650 Kilometern mit Gas und insgesamt 1.500 Kilometer. Sein Verbrauch liegt bei etwa 10 Litern pro 100 Kilometer mit Gas und 11 Litern pro 100 Kilometer mit Benzin bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h.
Im Gegensatz dazu steht ein Elektroauto mit 217 PS und einer Herstellerangabe von 530 Kilometern Reichweite im kombinierten WLTP-Zyklus. In der Praxis, bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h, verbraucht es rund 26 kWh pro 100 Kilometer. Die Analyse zeigt, dass die Kosten für eine 600-Kilometer-Reise mit dem Elektroauto deutlich höher ausfallen können, insbesondere wenn man die Kosten für das Laden an den sogenannten HPC-Ladestationen (High Power Charging) auf der Autobahn berücksichtigt.
Ein konkretes Beispiel: Für eine 600-Kilometer-Fahrt mit dem Elektroauto können leicht über 100 Euro für die Ladung anfallen, während die Gpl-Variante mit etwa 60 Euro deutlich günstiger ausfällt. Die Preise für Benzin und Gpl werden hierbei die üblichen Autobahnpreise von 2,05 Euro pro Liter für Benzin und 0,88 Euro pro Liter für Gpl zugrunde gelegt.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Untersuchung sich auf die Autobahnbedingungen konzentriert und die oft günstigeren Preise für Benzin und Gpl in städtischen Tankstellen nicht berücksichtigt. Trotzdem liefert die Analyse wertvolle Orientierungshilfe für Urlauber, die sich für die Anmietung eines Fahrzeugs entscheiden.
Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Debatte um Elektromobilität und verdeutlichen, dass die vermeintliche Kosteneffizienz von Elektroautos auf der Langstrecke in der Praxis oft hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Entscheidung für oder gegen ein Elektroauto sollte daher gut überlegt sein, insbesondere im Hinblick auf die geplante Nutzung während des Urlaubs.

Die rechnung geht nicht auf
Die Analyse von Gazzetta Motori zeigt, dass die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos auf der Autobahn in Italien deutlich höher sein können als erwartet. Insbesondere die Nutzung der Schnellladestationen (HPC) treibt die Preise in die Höhe. Während das Laden zu Hause oft deutlich günstiger ist, stellt sich für Urlauber die Frage, ob die vermeintlichen Vorteile der Elektromobilität die höheren Kosten auf der Langstrecke rechtfertigen.
Die Zahlen sprechen für sich: Eine 600-Kilometer-Fahrt mit einem Elektroauto kann über 100 Euro kosten, während die Gpl-Variante deutlich günstiger ist. Diese Diskrepanz ist vor allem auf die hohen Preise für das Laden an den Autobahn-Ladestationen zurückzuführen. Das bedeutet: Wer einen entspannten Sommerurlaub ohne ständige Reichweitenangst und teure Ladestopps plant, sollte die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos genau kalkulieren.
