Aue versinkt im abstiegsstrudel – osnabrück eiskalt
Erzgebirge Aue taumelt. Nach der erneuten Niederlagegegen den VfL Osnabrück spitzt sich die Lage im Abstiegskampf der 3. Liga dramatisch zu. Die Veilchen zeigten zwar Moral, doch die kalte Effizienz der Gäste ließ sie erneut leer ausgehen.
Die aufkommende verzweiflung in aue ist greifbar
Osnabrück übernahm von Beginn an die Kontrolle. Ein fataler Kommunikationsfehler in der Aue-Defensive führte bereits in der 17. Minute zur Führung durch Ismail Badjie. Ryan Malone und Tristan Zobel schauten sich an, während Badjie eiskalt abschloss. Ein frühes Warnsignal, das die Gastgeber offenbar nicht genügend ernst nahmen.
Aue benötigte eine Weile, um sich zu fangen. Marcel Bär hatte eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, doch erst kurz vor der Pause gelang Günther-Schmidt der verdiente Ausgleichstreffer nach einer Vorlage von Jannic Ehlers. Ein Hoffnungsschimmer, der jedoch schnell wieder erlosch.

Doppelschlag bricht aue den rücken
Die zweite Halbzeit begann mit einer deutlichen Steigerung der Aue-Mannschaft. Doch Osnabrück erwies sich als abgezockter Gegner. Nach einer unglücklichen Aktion von Jamilu Collins, der auf der Linie klärte, war die Aue-Abwehr erneut zu passiv. Tony Lesueur erhöhte auf 1:2 (73.). Nur drei Minuten später war es erneut Lesueur, der mit einer Vorlage Meißner zum entscheidenden 1:3 bediente.
Eine Kopfballchance von Bär in der 84. Minute kam zu spät. Aue steht mit dem Rücken zur Wand. Die Niederlage gegen Osnabrück ist ein weiterer Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Veilchen in dieser Saison den Gang in die Regionalliga kaum noch vermeiden können.
Die Diskrepanz zwischen Kampfgeist und spielerischer Qualität ist schlichtweg zu groß. Die nächste Aufgabe wird zeigen, ob Aue noch die Kraft hat, sich gegen das unabwendbare Schicksal zu stemmen. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In den letzten fünf Spielen kassierte Aue vier Niederlagen.
