Atlético kollabiert im bernabéu: zehn minuten, drei patzer, saison schon gelaufen
Zehn Minuten reichten, um Atlético Madrid im Bernabéu zu demontieren. Von der Führung zum K.o., vom 0:1 zum 3:2, vom Titeltraum zur bedingungslosen Demütigung – alles in einer einzigen verrückten Viertelstunde nach der Pause.
Der dreierpack der kollegen hancko, giménez und baena
Der Zwischenstand durch Lookman (Assist Ruggeri → Giuliano) war verdient, doch dann drehte Real den Schalter. Hancko foult Brahim, Vinícius versennt den fälligen Strafstoß. Sekunden später verpasst Giménez eine klare Schirmball-Situation, Valverde schiebt locker ein. Die dritte Szene: Baena lässt links eine Freigabe zu, Vinícius sprintet allein, 3:2. Dre individuelle Fehler, drei Gegentore – das ist keine Taktik, das ist reine Panik.
Die Statistik lügt nicht: Atlético kassierte innerhalb von 626 Sekunden drei xG gegen sich, mehr als in den vorangegangenen fünf Liga-Spielen zusammen. Die 12-Punkte-Lücke zum Stadtrivalen ist ein Canyon, der Vorsprung Barças beträgt sogar 16 Zähler. Simeones Mannschaft kann maximal noch Dritter werden – wichtig für die TV-Prämien, sonst nichts.

Cardoso schießt gegen schiri: „kriterien? gab es nicht“
Johnny Cardoso ließ dem Unparteiischen keine Chance: „Llorente wurde im Strafraum klar gehalten – kein Pfiff. Auf der Gegenseite pfeift er sofort. Doppelstandard nennt man das.“ Die spätere Rot gegen Valverde nannte der Brasilianer „richtig, aber zu spät“. Der Mittelfeldantreiber sprach aus, was die Kabine denkt: Der Ref verstand das Spiel nicht als Derby, sondern als Soloperformance.
Molina sah es ebenso. Sein Traumtor zum 2:2 war nur eine Fußnote, weil hinten wieder offenstand wie ein Scheunentor. „Wir haben die einfachsten Dinge verlernt“, sagte er, ohne ins Detail zu gehen – die Bilder sprechen für sich.
Atlético muss jetzt die Köpfe hinhalten – für die Copa-Revue und die Champions-League-Viertelfinals. Die Liga? Verlorene Zeit. Wer innerhalb von zehn Minuten drei Mal strauchelt, hat nichts zu verschenken – schon gar nicht an Real Madrid.
