Aston martin: nur ein hoffnungsschimmer im tristen saisonverlauf?
Die Bilanz ist erschreckend: Nur ein Punkt aus sieben Rennen, inklusive drei Sprint-Wochenenden. Für ein Projekt mit transatlantischem Anspruch wie Aston Martin in der Formel 1-Saison 2026 ist das ein desaströses Ergebnis. Fernando Alonsos zehntes Platz in Monaco, erreichte durch Fahrkunst und taktische Finesse mehr als durch reine Geschwindigkeit des AMR26, wirkt wie ein kurzlebiger Lichtblick in einer düsteren Phase.

Die herausforderungen liegen auf der hand
Die kommenden Rennen in Spielberg und Silverstone versprechen keine radikale Leistungssteigerung. Das Team hofft auf Verbesserungen, die in Belgien oder Ungarn eingeführt werden können. Aber die Aufgaben sind klar, wie Alonso selbst betonte: „Wir müssen Fortschritte sehen.“ Die Stimmung im Team ist gedrückt, wie aus den Reihen hochrangiger Mitarbeiter zu hören ist. Man versucht, die Fahrer vor der Last der Negativschlagzeilen zu schützen.
Trotz der schwierigen Lage klammert sich Aston Martin an die kommenden Updates und versucht, positive Aspekte herauszufiltern. Pedro de la Rosa, der Markenbotschafter, forderte eine Gesamtverbesserung: „Wir müssen in allen Bereichen besser werden – und das ist kein Wunschdenken.“
Ein kleiner Lichtblick offenbarte sich inmitten des Debakels in Barcelona. Mike Krack, der Rennsportingenieur, hob den schnellen Boxenstopp hervor: „Der einzige Boxenstopp, den wir durchgeführt haben, war aus meiner Sicht sehr gut.“ In 2,5 Sekunden wurden die Reifen gewechselt – der neunt schnellste Stopp des Rennens, womit Aston Martin das siebt schnellste Team der Boxengasse war. McLaren mit Piastri erreichte jedoch eine deutlich bessere Zeit von 2,13 Sekunden. Auch der Ferrari von Hamilton, mit einem fulminanten zweisekunden Stopp, liegt weit vorn. Es ist kein entscheidender Faktor, aber dennoch ein positiver Anhaltspunkt.
Die Konkurrenz lässt grüßen: Die anderen Teams sind meilenweit entfernt von der Spitze. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in Österreich oder Silverstone fortsetzen. „Wir werden wieder das letzte Auto sein“, gab sich Alonso offen.
Der Fokus liegt nun auf den Entwicklungen in Belgien oder Ungarn, wo Adrian Newey, der legendäre Designer, eine Schlüsselrolle spielt. Auch der Honda-Motor soll durch die umstrittene ADUO-Technologie einen Schub erhalten. Ein Sieg ist unwahrscheinlich, aber eine spürbare Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ist das Ziel – und das wäre angesichts der bisherigen Saison bereits eine Sensation.
