Lipowitz' team triumphiert: slowenien-rundfahrt eröffnet tour-vorbereitung
Ein Teamerfolg auf der ersten Etappe der Slowenien-Rundfahrt: Laurence Pithie aus dem Team von Florian Lipowitz siegte im Massensprint und katapultierte sich an die Spitze des Gesamtklassements. Für den Tour-Dritten Lipowitz selbst war es eine solide Generalprobe, auch wenn es sportlich noch nicht so richtig ernst wurde.

Lipowitz: fokus auf die anspruchsvollen etappen
Die Slowenien-Rundfahrt dient Lipowitz als wichtige Vorbereitung auf die Tour de France, die am 4. Juli beginnt. Nach einem eher flachen Start wartet ab Freitag die härtere Kost mit anspruchsvollen Anstiegen, auf die sich der deutsche Radprofi nun konzentrieren wird. Sein Team, Red Bull, gehört zu den wenigen World-Tour-Mannschaften, die an der Rundfahrt teilnehmen. Die bisherige Konkurrenz ist jedoch überschaubar, da viele Top-Stars um den amtierenden Dominator Tadej Pogacar fehlen.
Die bisherige Bilanz deutscher Erfolge in Slowenien ist mager. Lediglich Tobias Steinhauser konnte 1994 einen Etappensieg feiern – der Vater des diesjährigen Paris-Nizza-Dritten Georg Steinhauser. Die Favoritenrolle bei den verbleibenden Etappen liegt nun klar bei Lipowitz, der sich mit seinem Team in einer guten Position befindet. Die morgige Etappe über 181,8 Kilometer mit zwei Bergwertungen bietet weitere Möglichkeiten zur taktischen Ausrichtung und zur Einschätzung der Form.
Die Zahl 32, auf der Lipowitz am gestrigen Tag ins Ziel kam, ist im Kontext seiner Vorbereitung auf die Tour de France völlig nebensächlich. Vielmehr geht es darum, das Zusammenspiel im Team zu verfeinern und die Stärken auszuspielen, bevor der Kampf um die begehrten Gelbshirts beginnt. Es bleibt abzuwarten, ob Lipowitz in Slowenien seine Favoritenrolle bestätigen und den ersten deutschen Etappensieg seit fast drei Jahrzehnten feiern kann.
