Schick-problem bei der wm: koubek fordert offensive!
Dramatische Zeiten für die tschechische Nationalmannschaft! Nach dem enttäuschenden Auftakt gegen Südkorea steht der Druck vor dem Duell mit Südafrika vor allem auf den Schultern von Stürmer Patrik Schick. Was ist da los mit dem Bundesliga-Knipser, der in Leverkusen Woche für Woche trifft, aber bei der WM bisher kaum Wirkung zeigt?
Die offensive hinkt hinterher – und schick ist nicht allein
Die Niederlage gegen Südkorea war ein Weckruf. Tschechien tat sich schwer, Torchancen zu kreieren, und Schick war kaum in Szene zu bringen. Laut Co-Trainer Jan Rezek liegt das Problem nicht allein an Schick selbst. „Wenn wir uns seine Spiele in der Bundesliga ansehen, ist er immer wieder in der Lage, viele Tore zu schießen. Wir bringen ihn im Moment nur nicht in die Positionen, in denen er stark ist.“ Das ist ein klarer Appell an die Flügelspieler Pavel Sulc und Lukas Provod, die Koubek bereits in der Halbzeitpause wechselte.
Die Taktik von Miroslav Koubek scheint zu scheitern, Schick effektiv einzusetzen. Die wenigen Ballkontakte – nur elf gegen Südkorea – und das Fehlen präziser Zuspiele lassen den Bayer-Angreifer frustriert wirken. Die Erwartungen waren hoch, aber bisher bleibt Schick weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurück.

Koubek fordert mehr kreativität – südafrika als chance?
„Wir müssen effektiver in der Offensive sein, genauer passen im Spielaufbau und mehr Kreativität in den letzten 30 Metern vor dem gegnerischen Tor entwickeln“, forderte Koubek nach dem Spiel. Südafrika bietet nun eine neue Chance, die Offensive in Schwung zu bringen. Das Team von Hugo Broos war im ersten Spiel gegen Mexiko völlig überfordert und kassierte zudem zwei Platzverweise – ein gefundenes Fressen für die tschechische Auswahl.
Die Forderung nach einer zweiten Spitze, beispielsweise in Form von Adam Hlosek, wird in den tschechischen Medien immer lauter. Ein zweiter Stürmer könnte nicht nur Schick entlasten, sondern auch die gegnerische Abwehr beschäftigen und so Räume für den Bayer-Angreifer schaffen. Ob Koubek auf diese Idee eingeht, bleibt abzuwarten.
Die tschechische Mannschaft steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Gelingt es, Schick in Szene zu setzen und die Offensive zu beleben, könnte noch aus dem WM-Traum Wirklichkeit werden. Andernfalls droht bereits nach zwei Spielen das frühe Aus.
Die Uhr tickt. Am Donnerstag gegen Südafrika muss die tschechische Offensive zeigen, was in ihr steckt.
