Asllani: traumtor vergoldet frust – hoffenheim patzt!
Fisnik Asllani, gerade vom WM-Traum des Kosovo enttäuscht, musste im Bundesliga-Duell gegen Mainz einen weiteren bitteren Rückschlag verkraften. Ein spektakuläres Tor konnte den knappen 1:2-Erfolg der Mainzer nicht verhindern und ließ erneut Zweifel an der TSG Hoffenheim aufkommen.
Die enttäuschung nach dem kosovo-aus
Die Enttäuschung über das verpasste WM-Ticket für den Kosovo saß tief. Im Interview mit dem kicker hatte Asllani seine Sehnsucht nach der Teilnahme an einem Großereignis deutlich zum Ausdruck gebracht. Doch die Realität war hart: Das Ausscheiden gegen die Türkei wog schwer. Man hatte gehofft, die bittere Pille in der Bundesliga mit einem starken Auftritt wegzustecken.

Ein blitz aus der distanz – und doch zu wenig
Nach einem frühen Rückstand ließ sich Hoffenheim, anders als in Leipzig vor der Liganiederlage (0:5), nicht entmutigen. Asllani ließ seiner Frustration mit einem beeindruckenden Tor freien Lauf. Aus 18 Metern hämmerte er den Ball mit links unter die Latte – ein Treffer, der an ein Tor aus dem Länderspiel gegen die Türkei erinnerte, das lediglich die Latte traf. „Ja, so kann man das sagen“, kommentierte Asllani das Tor. Ein Glücksgefühl, das nur von kurzer Dauer war.
Die erste Halbzeit gehörte Hoffenheim. „Ich glaube, gerade in der ersten Halbzeit, nachdem wir das 1:1 gemacht hatten, waren wir gut im Spiel und auch die bessere Mannschaft“, analysierte Asllani. Chancen auf die Führung wurden vergeben, die letzte Präzision fehlte. Der Moment, in dem Hoffenheim das Spiel entscheiden hätte können, verstrich.

Die kurze woche – eine neue chance?
Nach der Pause fand die TSG nicht mehr denselben Rhythmus. Ein Pfostenschuss von Wouter Burgers ließ Hoffenheim zusätzlich frustriert zurück, und das 1:2 durch Mainz besiegelte die Niederlage. Die nächste Enttäuschung für Asllani. Doch der Stürmer blickt nach vorne: „Da bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterzumachen. Wir müssen jetzt unter der Woche wieder arbeiten, es wird eine kurze Woche.“
Gibt es Befürchtungen, dass Hoffenheim die Saison verpatzt? „Nein, nicht wirklich“, entgegnet Asllani. „Ich sehe die Qualität, die wir haben. Wenn wir hart arbeiten, dann werden solche Spiele auch wieder für uns ausfallen. Und das Wichtigste ist, dass wir dranbleiben – da bin ich zuversichtlich.“

Fokus auf den platz
Gerüchte über ein mögliches Engagement in Barcelona, München oder Dortmund scheinen Asllani kalt zu lassen. „Was drumherum ist, das interessiert mich nicht“, stellt der Umworbene klar. „Ich kann nur beeinflussen, was auf dem Platz passiert. Ich werde weiter meine Leistungen bringen und versuchen, der Mannschaft zu helfen.“ Ein klares Bekenntnis zum Hier und Jetzt, während die Spekulationen um seine Zukunft weitergehen.
