Arsenal: zwei hochkaräter vom bank machen den unterschied!

London – Der FC Arsenal hat im Champions-League-Duell gegen Sporting CP bewiesen: Eine schlagfertige Startelf ist wichtig, aber eine Bank voller Talent und Erfahrung ist Gold wert. Mikel Artetas Team demonstrierte eine Tiefe, die in der letzten Saison schlichtweg fehlte und katapultierte sich durch eine spektakuläre Leistung der Joker in eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel.

Die akademie-zeit ist vorbei: jetzt zählt die qualität

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Noch vor wenigen Monaten sprach Arteta offen über die Schwächen auf der Bank. „Mit allem Respekt, letzte Saison sahen wir fünf Spieler aus der Jugend, die wahrscheinlich noch nie ein Champions-League-Spiel bestritten haben.“ Diese Aussage unterstreicht die Entwicklung des Kaders. Mittlerweile verfügt Arsenal über zwei nahezu gleichwertige Mannschaften, die in der Lage sind, jederzeit für Qualität und Frische zu sorgen.

Gegen Sporting CP, wo die Portugiesen ihre Heimspiele zuvor souverän dominiert hatten, musste Arteta aufgrund von Ausfällen auf Schlüsselspieler wie Timber, Hincapié und Saka reagieren. Doch anstatt das Spiel zu verlieren, nutzte er die Situation, um seine Joker in Szene zu setzen. Ben White auf Rechtsverteidiger, Calafiori auf links und Madueke im Angriff – eine flexible Antwort auf die Widrigkeiten, die sich prompt auszahlte.

Während der gegnerische Trainer Rui Borges lediglich zwei Spieler einwechselte, griff Arteta auf die Erfahrung von Havertz, Martinelli und den jungen Max Dowman zurück. Dowman, der bereits gegen Everton als Matchwinner brilliert hatte, bewies einmal mehr sein unglaubliches Potenzial, als er in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte – und damit Lamine Yamal als jüngsten Torschützen in der Champions-League-Knockoutphase ablöste. Gabriel Jesus, der ebenfalls auf der Bank saß, konnte zusehen, wie seine Teamkollegen die entscheidenden Punkte sicherten.

Martinelli und Havertz waren es letztlich, die den Sieg eintüteten, indem sie den Ball im Netz versenkten. Das Tor war bereits das vierte für Arsenal in dieser Champions-League-Saison, das von Spielern von der Bank erzielt wurde – ein neuer Wettbewerbsrekord. Doch das ist nicht die einzige bemerkenswerte Statistik: Arsenals Joker haben in dieser Saison bereits 38 Treffer (24 Tore und 14 Vorlagen) in allen Wettbewerben erzielt – mehr als jedes andere europäische Top-Team. Kein Wunder, dass Arsenal auch in der Premier League in der Nachspielzeit besonders gefährlich ist (8 Tore in der Nachspielzeit).

„Gabi (Martinelli) kam und hatte sofort einen riesigen Einfluss. Kai (Havertz) das Gleiche. Max auch. Wir brauchten sie wirklich, und wir sind sehr zufrieden mit ihnen“, lobte Arteta nach dem Spiel. Die Investitionen in die Kaderbreite scheinen sich auszuzahlen. Mit einem Marktwert von 1,23 Milliarden Euro, davon 440 Millionen für die Rotationsspieler, hat Arsenal tief in die Tasche gegriffen – und scheint damit einen klaren Wettbewerbsvorteil zu haben. 429 Millionen Euro wurden für Neuzugänge ausgegeben – ein Beweis für die Ambitionen des Vereins.

Die hohe Belastung der Spieler über eine gesamte Saison hinweg war Arteta bereits im September bewusst. „Das ist der Standard in der Liga, in Europa. Die Spieler müssen 70 oder 74 Spiele bestreiten. Das ist noch nie dagewesen. Bei dieser Intensität werden sie es nicht durchhalten, daher braucht man mehr Spieler.“

Dieses Spiel gegen Sporting CP war nicht nur ein Sieg auf dem Platz, sondern ein klares Statement: Arsenal ist mit seiner Kaderplanung auf dem besten Weg, die englische Liga und den europäischen Fußball zu dominieren. Die Joker sind bereit, die Hauptrolle zu übernehmen – und das ist eine Botschaft, die sich die Konkurrenz merken sollte.