Arsenal zieht stars vorzeitig ab – jetzt wirft agbonlahor der klub-führung eigennutz vor
Elf Spieler kehren vermeintlich verletzt, drei Wettbewerbe sind noch zu gewinnen – und ein Ex-Profi wirft dem Arsenal FC vor, Länderspiele zu sabotieren. Gabriel Agbonlahor sagt offen, was viele Trainer denken: Die Gunners schirmen ihre Stars systematisch.
Die wunde heißt «rückruf»
Bukayo Saka fällt mit Oberschenkelproblemen aus, Declan Rice meldete sich mit Adduktorenreiz, William Saliba blieb gar nicht erst der französischen Delegation anschließen. Die Liste der «verletzten» Gunners wird länger, je näher der Saison-Endspurt rückt. Mikel Arteta schickt medizinische Berichte, Nationaltrainer müssen umplanen – und verlieren ihre Leistungsträger genau dann, wenn Qualifikationen und Prestige auf dem Spiel stehen.
Die Zahlen sind brisant: Seit Januar verließen bereits 17 Spieler den Londoner Kader vorzeitig, um sich «behandeln zu lassen». Elf davon fallen aktuell aus, vier weitere wurden «geschont». Zufall? Agbonlahor glaubt das nicht. «Wenn ich die Premier League regieren würde, müsste jemand, der sich aus der Nationalmannschaft zurückzieht, die nächste Ligapartie aussetzen», wetterte der ehemalige Aston-Villa-Kapitän im TalkSPORT-Frühprogramm. «Dann würden sich diese kleinen Wehwehchen verflüchtigen.»

Hinter den kulissen tickt die uhr
Arsenal jagt den ersten Titel seit 2020. Noch sieben Liga-Spiele, ein Halbfinale in der Champions League, mögliche FA-Cup-Nachholtermine – der Kalender ist ein Marathon bei Sprintgeschwindigkeit. Sportdirektor Edu setzt deshalb auf ein internes Belastungsmanagement, das offenbar keine Rücksicht auf FIFA-Fenster nimmt. Wer den Emirates Campus verlassen will, muss medizinisch freigestellt sein – und genau diese Befreiung erteilt der Klubarzt inzwischen routiniert, sobald Ermüdungsmuskeln auch nur flüstern.
Die Konsequenz: Gegner wittern Vorteile. «Wir sprechen hier über Integrität», empört sich auch Englands Interimscoach Lee Carsley. «Wenn Spieler fit genug sind, um 90 Minuten für uns zu laufen, aber drei Tage später in London auflaufen, hinterlässt das einen faden Beigeschmack.»
FIFA-Statistiken belegen den Trend: Klubs mit Dreifachbelastung melden 44 % mehr «muskuläre Einschränkungen» während Länderspielpausen als Vereine ohne Europacup-Druck. Arsenal liegt mit 2,3 Ausfällen pro Abreise klar über dem Schnitt von 1,4.

Imageverlust statt sympathiepunkte
Die Reputation leidet. Fans auf drei Kontinenten werfen dem Club «Modern Doping» vor – die gezielte Regeneration außerhalb des internationalen Spielplans. Selbst ehemalige Spieler wie Ian Wright wenden sich öffentlich: «Ich liebe diesen Klub, aber Nationalteams sind keine Störenfriede. Sie sind der Kern unseres Sports.»
Arsenal selbst schweigt zu internen Vorgaben. Offiziell heißt es, man handle «im besten Interesse der langfristigen Gesundheit der Profis». Doch intern ist man sich sicher: Verliert die Mannschaft am Ende nichts, wird die Debatte verstummen. Gewinnt sie doppelt, werden alle Vorwürfe als Neid abgetan.
Fakt ist: Mit jedem abgesagten Länderspiel wächst der Verdacht auf Manipulation. Und die Uhr tickt. Die nächste FIFA-Sitzung im Mai wird das Thema «Verletzungsmanagement» auf die Tagesordnung setzen – angetrieben von Klubs wie Arsenal, die den Rand zur Regel werden lassen. Sollte eine neue Richtlinie kommen, dürfte genau jene Londoner Adresse als erstes auf der Abschussliste stehen.
