Armin zoeggeler: erfolg durch harte arbeit und die neue piste in cortina

Armin zoeggeler: erfolg durch harte arbeit und die neue piste in cortina

Nach seinen eigenen Triumphen als Athlet, ist Armin Zoeggeler seit 2014 Teamchef des italienischen Rodel-Teams. Bei den Olympischen Spielen in Cortina führte er die Mannschaft zu zwei Goldmedaillen im Doppel und zwei Bronzemedaillen. “Kein Wunder, nur harte Arbeit”, betont Zoeggeler und lobt den Vorteil der neuen Bahn in Cortina.

Ein denkmal des rodelsports

Armin Zoeggeler ist eine Ikone. Nicht nur wegen seiner Gesichtszüge, die von den unzähligen Fahrten auf den Eisbahnen der Welt gezeichnet sind, sondern auch wegen seiner bedachten Worte. Nach dem triumphalen Abschneiden in Cortina strahlte er eine stille Freude aus. „Un-glaub-lich“, sagte er mit seiner gewohnt ruhigen Stimme, ein Lächeln erhellte sein Gesicht. Sechs olympische Medaillen zwischen 1992 und 2014, und nun, 20 Jahre nach Gold in Turin 2006, feiert er als Teamchef einen weiteren großen Erfolg.

Die heimvorteil-olympiade

Die heimvorteil-olympiade

„Das Schönste ist, dass es bei den Olympischen Spielen im eigenen Land passiert ist. Es war großartig, nach Turin 2006 wieder die Möglichkeit zu haben, Olympische Spiele in Italien auszurichten und zu zeigen, dass wir in der Lage sind, ein großartiges Event zu organisieren“, erklärt Zoeggeler. Die neue Rodelbahn in Cortina war dabei entscheidend. „Die Bahn in Cortina für die Olympischen Spiele zu bauen, war die einzige Chance für unseren Sport, eine Zukunft zu haben. Das hat uns enorm motiviert.“

Die bedeutung der neuen eugenio monti bahn

Die bedeutung der neuen eugenio monti bahn

Die Kontroversen um den Bau der Bahn waren groß, aber die Sportler waren besorgt, ob die Rennen in Italien stattfinden würden. Doch innerhalb eines Jahres wurde die Bahn fertiggestellt, was dem Team neuen Auftrieb gab. Zoeggeler vergleicht die neue Bahn mit einem „Mix aus Achterbahn und Waschmaschine“, wie die Athleten selbst berichteten.

Erfolge im doppel und einzel

Erfolge im doppel und einzel

Der Triumph im Doppel war besonders beeindruckend, mit zwei Goldmedaillen innerhalb einer Stunde. Die Medaille von Marion Oberhofer und Andrea Voetter war erwartet worden, während im Herrenbereich beide Doppel das Potenzial zum Podest hatten. Zoeggeler bedauert, dass Ivan Nagler und Fabian Malleier nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Kein wunder, sondern harte vorbereitung

Kein wunder, sondern harte vorbereitung

„Kein Wunder. Wir haben uns gut vorbereitet. Alle Trainer haben großartige Arbeit geleistet, um an die Konkurrenz, insbesondere die Deutschen und Österreicher, heranzurücken, die in den letzten Jahren stark gewachsen sind“, betont Zoeggeler. Die Athleten waren begeistert, als sie die Strecke zum ersten Mal probierten. Es war, als hätten sie ihr Lieblingsspielzeug bekommen.

Die rolle des simulators

Die rolle des simulators

Ein entscheidender Faktor war der von Coni und Sport e Salute entwickelte Simulator, der die Strecke virtuell nachbildete. „Die Athleten haben auf dem Simulator trainiert, wie Piloten für den Flug. Das war einer der Punkte, die den Unterschied ausgemacht haben“, erklärt Zoeggeler. Zusätzlich wurden zwei Weltcup-Rennen ausgelassen, um spezielle Trainings auf der Cortina-Bahn durchzuführen – eine Entscheidung, die sich als richtig erwies.

Zoegglers neue rolle

Nach seinem Rücktritt 2014 hat sich Zoeggeler neu orientiert. „Mit 40 habe ich aufgehört, Athlet zu sein, und das echte Leben begann (lächelt). Ich manage das Team, die Trainer, wähle die Athleten aus. Ich akzeptiere Ratschläge, aber die Verantwortung liegt bei mir.“ Er analysiert die Strecke weiterhin genau, wie er es als Athlet getan hat, und gibt seine Erkenntnisse an die Sportler weiter.

Die zukunft des italienischen rodelsports

„Jetzt, da wir diese Struktur in Italien haben, mit der bereits bestehenden Tradition im Bob- und Rodelsport in dieser Region, bin ich sicher, dass es uns und die gesamte Bewegung voranbringen wird. Wir müssen mehr junge Leute fördern, was früher zu kompliziert war. Die Organisation mit den österreichischen Bahnen und deren Vorgaben war schwierig. Jetzt studieren wir bereits Projekte mit Schulen, um das Interesse zu wecken.“

Die medaillengewinner im porträt

Dominik Fischnaller ist ein Schützling von Zoeggeler und arbeitet sehr hart. Verena Hofer ist jung und hat einen enormen Sprung gemacht, muss aber noch ihr volles Potenzial entfalten. Voetter und Oberhofer harmonieren perfekt, wobei Andrea die Führung übernimmt. Rieder und Kainzwaldner haben viel gearbeitet, und Zoeggeler lobt ihre Bereitschaft, den von ihm empfohlenen Schlitten zu verwenden.

Ein neues leben in tires

Zoeggeler ist nach Tires umgezogen, um mehr Platz für seine Haflingerpferde zu haben. Er und seine Frau betreiben dort ein Ferienhaus.

Die tochter und die zukunft

Seine Tochter Nina hat sich nicht für die Spiele qualifiziert, war aber als Vorläuferin im Einsatz. Zoeggeler selbst trainiert weiterhin, fährt E-Bike und genießt die Natur.