Anyomi: vom krefelder garten ins dfb-team – eine erfolgsgeschichte!
Krefeld bebt! Nicole Anyomi, die gebürtige Krefelderin, ist auf dem Weg zu einer der prägenden Figuren im deutschen Frauenfußball. Die Stürmerin von Eintracht Frankfurt kämpft gemeinsam mit dem DFB-Team um die Qualifikation für die WM und zeigt dabei nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des grünen Rasens ein beeindruckendes Engagement.
Fußball im blut: eine kindheit zwischen brüdern und reitplänen
Es begann im heimischen Garten, wie so viele Fußballgeschichten. Zwei ältere Brüder, die den Ball jagten, weckten auch in Nicole Anyomi die Leidenschaft für den Sport. Doch die Mutter hatte andere Pläne: Reiten sollte es für das junge Mädchen sein. Glücklicherweise setzte sich der Vater durch und erkannte das Talent der Tochter. Der SuS 08 Krefeld wurde zum ersten Verein, wo Anyomi gegen Jungs spielte – eine Erfahrung, die sie als „unglaublich hilfreich“ beschreibt. „Die Jungs sind viel schneller und haben einen unglaublichen Körpereinsatz. Die Passschärfe, das Dribbling – das ist einfach anders“, so Anyomi gegenüber der Rheinischen Post.
Die rasante Entwicklung ließ nicht lange auf sich warten. Über Borussia Mönchengladbach ging es 2014 zur SGS Essen, wo sie zunächst in der B-Jugend kickte. Der Durchbruch in die Frauen-Bundesliga erfolgte dann 2016 im zarten Alter von 16 Jahren – ein beeindruckender Beweis für ihr außergewöhnliches Talent.

Vom schüchternen mädchen zur frankfurter torjägerin
2021 wechselte Anyomi nach Frankfurt und übernahm mehr und mehr Verantwortung. Vier Spielzeiten bei der Eintracht sprechen für sich – und das bei stetig steigender Torquote. „Ich würde schon sagen, dass ich einen großen Schritt in meiner Entwicklung gemacht habe und jetzt eine gestandene Bundesligaspielerin geworden bin“, erklärte sie im vereinseigenen Podcast. Ihr Debüt im Nationaltrikot feierte sie 2021 gegen Belgien, ein Moment, den ihr großer Bruder Romel noch immer in Erinnerung hat: „Die ganze Familie hat gehofft und gewartet, wann es denn so weit sein würde.“

Mehr als nur fußball: kampf gegen rassismus und modische leidenschaft
Anyomi nutzt ihre Popularität als Nationalspielerin, um sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Die Erfahrung rassistischer Kommentare in den sozialen Medien nach dem verlorenen EM-Finale 2022 hat sie geprägt: „Dagegen werde ich immer meine Stimme erheben“, macht sie deutlich. Ihre zweite große Leidenschaft ist die Mode. Ein Studium im Modemanagement und die Gründung ihrer eigenen Marke „Etonam“ zeigen, dass Anyomi auch abseits des Rasens erfolgreich ist. Und wer weiß, vielleicht führt sie ihre modischen Ambitionen eines Tages zurück in ihre Heimatstadt Krefeld – die „Samt- und Seidenstadt“ könnte da ja eine interessante Bühne bieten.
Die Entwicklung von Nicole Anyomi ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Talent, harte Arbeit und soziales Engagement zu einer außergewöhnlichen Karriere führen können. Mit ihrer Leistung auf dem Platz und ihrem Mut abseits des Rasens hat sie sich einen festen Platz im deutschen Fußball erobert.
