Antony verliert seinen stammplatz beim betis – schambereich bremst ihn aus

Drei Ligaspiele in Folge ohne Startelftreue oder vorzeitig ausgewechselt. Antony steckt in einer Phase, die beim Real Betis Balompié langsam Fragen aufwirft – und die Antworten liegen nicht auf dem Spielfeld, sondern im Körper des Brasilianers selbst. Chronische Schambereichsprobleme nagen seit Wochen an seiner Substanz, und das merkt man.

San mamés als tiefpunkt einer schwierigen strecke

Im Athletic-Stadion war es Manuel Pellegrini, der nach einer schwachen ersten Halbzeit seiner Mannschaft gleich drei Spieler vom Platz nahm – Antony war einer davon. Der Chilene entschied sich dafür, Ruibal auf den rechten Flügel zu verschieben und auf die Doppelspitze zu verzichten, anstatt dem Brasilianer mehr Zeit zu geben. Die Zahlen aus dieser Partie sprechen eine deutliche Sprache: 14 von 18 Pässen angekommen, ein Schuss daneben, kein gewonnenes Zweikampf, keine klare Torchance kreiert, ein einziger Ballgewinn, drei Vorwärtspässe. Für einen Spieler seiner Klasse ist das schlicht zu wenig.

Davor: Gegen Getafe im Coliseum saß er auf der Bank und kam erst in den letzten dreißig Minuten. Gegen Celta am vergangenen Wochenende blieb er erneut draußen und spielte kaum mehr als zwanzig Minuten. Das ist kein Zufall, das ist ein Muster.

Die zahlen täuschen – und täuschen gleichzeitig nicht

Die zahlen täuschen – und täuschen gleichzeitig nicht

Seit Januar 2026 hat Antony vier Tore und vier Vorlagen in allen Wettbewerben gesammelt. Nicht schlecht. Er traf wichtig, half dem Betis in Europa weiterzukommen, steuerte zuletzt einen Treffer beim Comeback gegen Panathinaikos bei. Über die gesamte Saison stehen zwölf Tore und neun Assists in der Bilanz – das ist Top-15-Niveau in der LaLiga.

Aber da ist eben dieser Unterschied zwischen Statistik und Wirkung. Seine acht großen Torchancen in der Liga verteilen sich auf nur vier Gegner: Oviedo, Getafe, Valencia und Mallorca. Gegen die wirklich schwierigen Gegner, in den entscheidenden Momenten, ist er zu oft unsichtbar. Ein Spieler, der nur gegen bestimmte Gegner aufleuchtet, ist kein Garant – er ist eine Wette.

Was betis jetzt braucht, kann antony nur selbst liefern

Was betis jetzt braucht, kann antony nur selbst liefern

Die Saison nähert sich ihrer heißen Phase. Pellegrini weiß, dass er einen Antony braucht, der nicht alle drei Spiele einmal aufblitzt, sondern der Defensiven über neunzig Minuten Probleme macht. Einen, der dribbelt, der Räume öffnet, der Gegner zwingt, zwei Spieler auf ihn zu setzen.

Das Länderspielpause kommt da fast wie gerufen. Brasilien hat ihn nicht nominiert – was ihm Zeit gibt, den Körper zu behandeln, die Belastung zu reduzieren und den Kopf freizubekommen. Kein Reisen, kein Jetlag, kein Pflichtspiel. Nur Regeneration.

Ob das reicht, um den besten Antony zurückzubringen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Eines steht fest: Ein Spieler mit seiner Qualität darf sich nicht damit abfinden, Joker zu sein. Und Betis kann es sich nicht leisten, auf seine beste Waffe zu verzichten.