Andreeva rächt sich in miami – 18-jährige fegt kessler mit 6:1 im entscheidungssatz vom court
Ein Satz, der nur 21 Minuten dauerte, ein Tiebreak, das sie beinahe zerbröselte, und dann ein Finale wie aus dem Lehrbuch: Mirra Andreeva hat in Miami ihrer Kontrahentin McCartney Kessler die kalte Dusche verpasst – und sich dabei selbst die vergangene Saison vom Leib gerissen.
Montréal-revanche gelingt mit 6:1, 6:7, 6:1
Die 18-jährige Russin schlug in der Auftachtrunde des WTA-1000-Turniers zu – erst glitt sie durch den Opener wie auf Schienen, dann verlor sie im zweiten Satz die Schlaghärte, bevor sie im dritten Durchgang wieder die Schalter umlegte. Das Ergebnis: 6:1, 6:7, 6:1. Drei Zahlen, die wie ein Schulterklopfen klingen für alle, die sie nach dem verpatzten Montreal-Aus runtergemacht hatten.
„Ich lerne aus meinen Fehlern“, sagte sie nach dem Match in das Mikrofon des Court-Side-Interviews, das zwischen Jubel und Erleichterung schwankte. „Sie ist eine gefährliche Gegnerin, und es fühlt sich gut an, dass mir die Revanche gelungen ist.“

Stephens bezwingt brady – deutsche damen fehlen im rennen
Während Andreeva nun auf Marie Bouzkova trifft, ging ein anderes US-Duell an Sloane Stephens. Die ehemalige US-Open-Siegerin umrundete Jennifer Brady mit 6:4, 6:2 und steht nun Qinwen Zheng gegenüber – der chinesischen Olympiasiegerin, die in diesem Jahr bereits drei Finals gespielt hat.
Deutsche Akzente? Fehlanzeige. Eva Lys, Laura Siegemund, Ella Siedel und Tatjana Maria sind bereits vor dem Wochenende ausgeschieden. Für das DTB-Lager bleibt nur die Analystenrolle – und die Hoffnung, dass beim nächsten Masters wenigstens ein deutsches Racket die zweite Woche erreicht.
Andreeva indes darf weiter von der Sonne Floridas träumen. Wer einen Teenager sucht, der mit Zahlen spielt und mit Nerven haushält, findet ihn in diesen Tagen auf dem Hartplatz von Miami. Die nächste Lektion folgt gegen Bouzkova – und die verspricht, genauso spannend zu werden wie die erste.
