Wiedenbrück: sammer übernimmt nach mölders-rauswurf!

Paukenschlag am Donnerstagabend, schnelle Reaktion am Freitag: Der SC Wiedenbrück muss sich nach der überraschenden Trennung von Sascha Mölders rasch neu orientieren. Dominik Sammer, bisheriger Co-Trainer, wird zum neuen Chef an der Seitenlinie – ein Wechsel, der im Abstiegskampf der Regionalliga West frischen Wind wecken soll.

Ein trainer geht, ein anderer kommt: die lage am tabellenende

Ein trainer geht, ein anderer kommt: die lage am tabellenende

Die Entscheidung für die Trennung von Mölders fiel offenbar einvernehmlich, doch die bittere Wahrheit ist: Der SC Wiedenbrück steckt in einer brenzligen Situation. Mit sechs Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Platz ist jeder Zähler entscheidend. Eine lange Suche nach einem Nachfolger wäre angesichts der drängenden Zeit illusorisch gewesen. So greift der Verein zu einer vertrauten Lösung: Dominik Sammer, der seit längerem die zweite Geige hinter Mölders spielte.

Der 28-Jährige ist dem Verein nicht fremd. Bereits beim SV Mering in Bayern arbeitete Sammer unter Mölders – eine Zusammenarbeit, die offenbar gut funktionierte, zumindest in der Theorie. Mölders selbst äußerte im vergangenen Juni, dass er und Sammer „grundverschiedene Typen“ seien. Ein Detail, das den Wiedenbrücker Fans nun etwas Hoffnung geben könnte. Denn während Mölders oft für seine direkte Art bekannt war, könnte Sammer frischen Wind in die Taktik und die Ansprache an die Mannschaft bringen.

Doch die Verbindung zwischen den beiden ist enger, als es scheint. Beide betonten stets eine „enge Verbindung“ und eine gute Ergänzung zueinander. Bleibt zu hoffen, dass Sammer nun seine eigenen Ideen durchsetzen kann und nicht nur Mölders' Strategie fortführt. Die Aufgabe ist jedenfalls gewaltig: Der SC Wiedenbrück muss die Negativserie von sechs sieglosen Spielen durchbrechen, wenn der Klassenerhalt noch realistisch werden soll.

Bereits am Samstag steht die Bewährungsprobe an: Bei Fortuna Düsseldorf II muss Sammer zeigen, was er gelernt hat. Interessant ist dabei die Statistik: In den letzten vier Duellen mit der Fortuna-Reserve konnte der SC Wiedenbrück immer die Oberhand behalten. Ein gutes Omen für den Start von Sammer als Chefcoach? Die Fans dürfen es hoffen, denn die Zeit drängt, und jeder Punkt zählt im Kampf gegen den Abstieg.