Affengruber: von der bank ins rampenlicht – kann er rangnick überzeugen?

David Affengruber hat mit einer außergewöhnlichen Leistung gegen Atletico Madrid für Furore gesorgt. Der Innenverteidiger von Elche präsentierte sich nicht nur als Fels in der Brandung, sondern auch als treffsicherer Angreifer und spielgestaltender Mittelfeldspieler – und das alles in einem entscheidenden Spiel gegen einen Champions-League-Halbfinalisten. Kann er mit diesem Auftritt Teamchef Ralf Rangnick von seinen Qualitäten überzeugen und sich ein Ticket für die WM sichern?

Drei torbeteiligungen in einem spiel: eine seltenheit

Die Leistung von Affengruber war schlichtweg herausragend. Sein erstes Tor in La Liga, ein herausgeholter Elfmeter und eine Vorlage für André da Silva – drei Torbeteiligungen in einem Spiel sind für einen Innenverteidiger eine absolute Seltenheit. „Das ist etwas Besonderes“, so der Österreicher nach dem 3:2-Heimerfolg. Seine Ballstatistik untermauert diesen Eindruck: 124 Ballaktionen, 95 angekommene Pässe, 14 Balleroberungen und gewonnen jeder seiner vier Luftzweikämpfe. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Affengruber war nicht nur defensiv stabil, sondern auch offensiv eine treibende Kraft.

Trainer Eder Sarabia drückt seine Bewunderung offen aus. „Wenn er nicht bei der WM spielt, wäre das die größte Ungerechtigkeit der Geschichte“, mäkelte Sarabia nach dem Spiel bei DAZN. Diese Aussage unterstreicht die Wichtigkeit, die der Coach dem österreichischen Abwehrchef beimisst. Allerdings steht Affengruber bei Teamchef Rangnick seit jeher vor einer gewissen Herausforderung. Sein kurzes Debüt im März gegen Ghana (5:1) war zwar vielversprechend, doch die Konkurrenz in der Innenverteidigung ist groß.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Elche kämpft in einem Abstiegskampf um den Verbleib in La Liga, mit sechs Endspielen vor der Brust. Affengruber selbst weiß, dass er weiterhin Höchstleistungen abrufen muss. „Wir haben noch sechs Endspiele vor uns. Wir werden bis zum Schluss kämpfen, um in La Liga zu bleiben“, so der 25-Jährige. Die Spannung steigt, denn am 18. Mai wird Rangnick seinen 26-köpfigen Kader für die WM bekanntgeben. Affengruber muss bis dahin alles daran setzen, seine Chance zu nutzen und Rangnick von seiner Einsatzbereitschaft zu überzeugen. Die Welt der Fußballfans wartet gespannt auf die Entscheidung.

Die uhr tickt: affengruber muss liefern

Die uhr tickt: affengruber muss liefern

Die Frage, ob Affengruber die WM-Reise antreten wird, hängt von seiner konstant hohen Leistung und der Entscheidung von Ralf Rangnick ab. Während sein Verein auf ihn baut und ihm vertraut, muss er nun beweisen, dass er auch auf internationalem Niveau mithalten kann. Die Zeit läuft, der Druck steigt – aber Affengruber scheint bereit, die Herausforderung anzunehmen.