Abstreiter verpasst knapp den titel – dramatik in ottawa!
Ein Herzschlag fehlte Sandra Abstreiter und ihrem Team Montréal Victoire, um die PWHL-Finalserie gegen Ottawa Charge zu entscheiden. Im dritten Spiel der „best of five“-Serie gab die deutsche Nationaltorhüterin, wie schon in den beiden vorherigen Partien, ihre Chance auf den Titel nicht ab, doch am Ende ging es knapp mit 1:2 aus.

Die entscheidung fällt in der nacht zu donnerstag
Die Spannung im kanadischen Eishockey ist kaum zu überbieten. Montréal, das sich in der Hauptrunde bereits als das stärkste Team der Liga bewies und im Halbfinale den Titelverteidiger Minnesota Frost bezwingen konnte, steht nun vor einer entscheidenden Begegnung. Die Partie in Ottawa in der Nacht zu Donnerstag wird zeigen, ob Abstreiter als erste Deutsche überhaupt die Chance auf den Gewinn des PWHL-Titels hat.
Es war ein Spiel voller Wendungen. Montréal ging durch Hayley Scamurra in Führung, doch Ottawa zeigte sich unbeeindruckt. Peyton Hemp gelang der Ausgleich, und nur 56 Sekunden vor dem Ende traf Rebecca Leslie zum umjubelten 2:1 für die Charge. Ann-Renée Desbiens, die kanadische Torhüterin Ottawas, hatte bis dato eine herausragende Leistung gezeigt und Abstreiter die Möglichkeit genommen, sich ins Spielgeschehen einzubringen.
Die 28-Jährige aus Freising hat in dieser Saison einmal mehr bewiesen, dass sie zu den besten Torhüterinnen der Welt gehört. Ihre Leistungen in der Hauptrunde waren entscheidend für den Erfolg von Montréal, und auch im Halbfinale gegen Minnesota Frost war sie eine sichere Bank. Doch im Finale scheint das Glück auf Seiten von Ottawa zu sein.
Die PWHL, erst seit 2023 im Spielbetrieb, hat sich rasch zu einer der spannendsten Eishockey-Ligen der Welt entwickelt. Für Abstreiter und Montréal Victoire ist es die Chance, Geschichte zu schreiben und den ersten Titel in dieser jungen Liga zu erringen. Die Reise war steinig, die Konkurrenz stark, aber der Traum vom Titel ist noch nicht begraben. Die Nacht zu Donnerstag wird entscheidend sein.
