Havertz mit glück davonkommt: arsenal vor meistertitel?
London – Kai Havertz steht kurz vor einer roten Karte, und doch könnte er mit Arsenal die Premier League erobern. Ein Tritt, der an die Zeiten von Roy Keane erinnert, sorgte für Aufsehen und ließ selbst erfahrene Kommentatoren sprachlos zurück. Arsenal ist nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt, doch der Schatten eines potenziellen Platzverhältnisses verdunkelt den Triumph.
Die szene, die die premier league spaltete
Schon sein Tor zum 1:0 gegen Burnley am Montagabend hatte Arsenal dem Titelgewinn näher gebracht. Doch es war nicht der Treffer in der 37. Minute, der nach dem Schlusspfiff für Gesprächsstoff sorgte. Ein rücksichtsloser Grätscher gegen Lesley Ugochukwu ließ die Härte der Premier League, die selbst für Spieler wie Roy Keane und Vinnie Jones einst bekannt war, erzittern. Der deutsche Nationalspieler traf Ugochukwu mit offener Sohle am Schienbein – ein Eingreifen, das selbst Gary Neville, der selbst kein Unbekannter in Sachen Zweikampf war, als „brutal“ bezeichnete.
„Ein absolut brutales Einsteigen von Havertz. Er ist meilenweit vom Ball entfernt. Es ist ja nicht nur das Umgrätschen, sondern vor allem der Treffer weit oben mit offener Sohle“, analysierte Neville im Sky-Studio. Jamie Carragher stimmte zu: „Das muss einfach eine Rote Karte sein.“ Die VAR-Überprüfung bestätigte jedoch lediglich die gelbe Karte von Paul Tierney, was die Entrüstung im Lager von Burnley noch verstärkte.

Burnley-trainer jackson fordert konsequenzen
Interimscoach Mike Jackson von Burnley zeigte sich fassungslos: „Das war gefährlich und hätte zu einer Verletzung führen können. Im heutigen Fußball ist das einfach eine Rote Karte. Und die hätte das Spiel zu unseren Gunsten kippen lassen können.“ Mikel Arteta, Arsenals Teammanager, gab sich besorgt: „Ich habe mir durchaus Sorgen gemacht, als die Szene überprüft wurde.“
Die Entscheidung des Schiedsrichters und des VAR wirft Fragen auf: War es wirklich nur ein „nicht grobes Foulspiel“, wie die Premier League mitteilte? Oder hat Kai Havertz Glück gehabt, dass er nicht vom Platz musste? Die Diskussion wird weitergehen, während Arsenal sich darauf konzentriert, die Meisterschaft zu feiern – und Havertz hoffentlich daraus lernt, dass selbst in der Premier League die Grenzen der Erlaubtheit nicht überschritten werden dürfen. Die Tatsache, dass er durch die gelbe Karte nun mit einer Sperre im nächsten Spiel rechnen muss, sollte ihm als Denkanstoß dienen.
Die Premier League hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bei solchen Aktionen hart durchgreift. Ob Havertz davon profitiert oder eine nachträgliche Sperre erhält, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Dieser Moment wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben – als der Moment, in dem er knapp einer roten Karte entging und Arsenal einen Schritt näher an den ersehnten Titel brachte.
