29. Spieltag serie a: gelbe kartenregen und platzverweise – so geht es weiter
Der 29. Spieltag der Serie A war ein Feuerwerk aus Taktik, Emotionen und harten Fouls. 44 gelbe Karten, drei Platzverweise und zwei Trainer-Rote – die Liga zeigt sich rauer denn je.
Florenz feiert, mailand hadert
Die Fiorentina schickt die Cremonese mit 4:1 nach Hause und rückt bis auf zwei Punkte an die Europa-League-Ränge heran. Während Vincenzo Italiano seine Mannschaft als „Maschine mit Herz“ lobt, kassiert Cremo-Coach Fabio Pecchia die dritte Niederlage in Folge. Die Tabelle lügt nicht: Die Löwen stehen mit nur 17 Punkten auf dem letzten Platz. Der Abstieg ist kein Szenario mehr, er ist Programm.

Karten-chaos: wer fehlt am freitag?
Am Freitag um 18.30 Uhr eröffnen Cagliari und Napoli den 30. Spieltag. Für fünf Profis ist das Duell tabu. Sie flogen gegen Cremo vom Platz oder sammelten ihre fünfte Gelbe: Sead Kolasinac (Atalanta), Zé Pedro (Cagliari), Diego Carlos (Como) und Wesley (Roma) müssen zuschauen. Dazu gesellt sich Obert, der nach zwei Gelb-Roten innerhalb von zehn Minuten selbst sein Team in Unterzahl ließ.
Die Sperren treffen vor allem Lazio. Maurizio Sarri flog nach einer Handtuch-Attacke in der Nachspielzeit gegen Milan vom Platz, sein Assistent Massimo Bordin muss ihn am Freitag in Bergamo vertreten. Auch Cristian Chivu fehlt Inter an der Seitenlinie – die Nerazzurri spielen gegen Atalanta, den direkten Konkurrenten um Platz zwei.

Die zahlen, die wehtun
37 Spieler standen bereits vor dem 29. Spieltag eine Gelbe vom Sperrengipfel entfernt. Jetzt sind es 42. Die Liga wird enger, die Fouls härter. Durosinmi (Pisa) erlebte den Super-Gau: Ein Tritt gegen Yerry Mina, der nicht am Ball war – direktes Rot, drei Spiele Sperre, dazu 10.000 Euro Strafe. Sein Klub zittert um den Klassenerhalt, der Stürmer fehlt in den Schlüsselspielen gegen Frosinone und Sampdoria.

Die tabelle lügt nie
Nach 29 Spieltagen hat die Serie A 201 Karten verteilt – im Vorjahr waren es nach demselben Spieltag 173. Die Differenz: plus 16 Prozent. Die Liga wird schneller, aber auch rabiater. Wer jetzt die Play-off-Plätze angreift, braucht mehr als nur Talent. Er braucht einen sauberen Fahrplan – und einen Kader, der nicht auf der Tribüne sitzt.
Der Countdown läuft: Noch neun Spieltage, dann entscheidet sich, wer Europa spielt und wer in die zweite Liga abrutscht. Die nächste Karte kann alles zerstören – oder die Saison retten.
