2,35-Meter-riese rioux erfindet march madness neu – nur 60 sekunden reichen

Die Florida Garies schrotten ihren Auftaktgegner, doch der Sieg verblasst Sekunden nach dem Schlusspfiff. Ein Ersatzmann stiehlt allen die Show – und das, obwohl er nur 62 Sekunden auf dem Parkett steht.

Rioux bricht einen rekord, den selbst die nba nie gesehen hat

Olivier Rioux ist kein Spieler, er ist ein Phänomen. Mit 2,35 Metern Körpergröße ragt der Kanadier nicht nur über seine Mitspieler hinaus, sondern über die komplette Geschichte des College-Basketballs. Sein Kurzeinsatz gegen den Außenseiter markiert die erste Mal, dass ein Athlet dieser Größe im March Madness zum Zug kommt. Die NCAA führt keine offizielle Statistik für „größter Spieler aller Zeiten“, doch selbst in der NBA gäbe es keine Parallele. Die Liga listet Manute Bol und Gheorghe Mureșan mit 2,31 Metern als absolute Obergrenze – Rioux übertrifft sie um vier Zentimeter.

Innerhalb einer einzigen Angriffsreihe schnappt sich der 20-Jährige zwei offensive Rebounds und versenkt einen Dunk, als hätte jemand den Schwierigkeitsgrad auf „Anfänger“ gestellt. Die Arena explodiert, die Gegner schauen nach oben – wörtlich. „Als er hereinkam, schrie die Halle seinen Namen, nicht unseren“, sagt Mitspieler Alex Condon. „Und er hat nicht einmal gezwungen, er hat einfach nur gespielt.“

Der „cheat code“ wird zum publikumsmagneten

Der „cheat code“ wird zum publikumsmagneten

In der Kabine nennen die Gators Rioux liebevoll „Cheat Code“ – ein Programmierfehler der Natur. Doch hinter dem Spitznamen steckt ein umgänglicher Kollege, der Teambusfahrer grüßt ihn mit „Hey, Big O“ und niemand muss den Kopf heben, um Augenkontakt zu halten. Rioux‘ Einwechslung ist kein Gag des Trainers, sondern ein Ritual. Die Fans warten darauf, die Spieler planen kleine Accessoires: Thomas Haugh wirft ihm vor dem Einlaufen ein Handtuch hoch, damit Rioux es mit einer Hand auffängt – ein TikTok-fähiger Seitenhieb auf seine Spannweite von fast zwei Metern.

Die Statistik verzeichnet für Rioux diese Saison ganze 13 Minuten in sieben Partien. Dennoch verkauft der Campusladen T-Shirts mit der Aufschrift „235“ und die Nachfrage übersteigt die Vorräte. Die Marketingabteilung der Gators testet bereits eine Special-Edition: ein Trikot, dessen Ärmel so lang sind wie ein normaler Body – für Rioux wird daraus ein Tanktop.

March madness bleibt verrückt – aber auf seine weise

March madness bleibt verrückt – aber auf seine weise

Die Gators sind hot gespottet für den Final Four, doch die wahre Story bleibt der Mann, der es nicht nötig hat, zu laufen – seine Schritte decken ohnehin die gegnerische Zone ab. Während andere Teams auf Tempo und Ballrotation setzen, liefert Florida einen Beweis für Magie in der letzten Minute. Olivier Rioux wird wahrscheinlich nicht 30 Punkte im Turnier erzielen, aber er hat bereits eines klar gemacht: Größe kann man nicht trainieren, man kann sie nur feiern. Und wenn die Gators am Ende des Turniers den Titel holen, wird die Siegesparade einen Ehrenplatz für den Riesen reservieren – am besten direkt unter der Brücke, damit er nicht gegen die Laternen stößt.