1860 München trauert: karsten wettberg ist tot – der könig von giesing verstirbt mit 84
Karsten Wettberg ist tot. Der Mann, der 1860 München aus der Oberliga in die 2. Bundesliga führte und 54 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen blieb, starb am Sonntag im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit. Die Nachricht traf die Löwen-Familie mitten ins Herz – und mit ihr alle, die ihn einst als „König von Giesing“ feierten.
Die Löwen bestätigten den Tod in der Nacht. „Die gesamte Löwen-Familie ist in tiefer Trauer“, hieß es. „Karsten Wettberg war eine Trainer-Legende und ein Mensch, der sich immer für andere eingesetzt hat. Er hat weit über die Grenzen von Giesing tiefe Spuren hinterlassen.“
Von 1990 bis 1991 blieb wettberg ungeschlagen
Seine Amtszeit von Februar 1990 bis Juni 1991 wurde zur Sage. 54 Spiele, kein einziger Sieg verschenkt, dafür ein Aufstieg, der den Verein wieder auf die Landkarte des deutschen Profifußballs setzte. Nach dem Streit mit der Führungsetage ging er – aber nie ohne dass die Fans ihn vergaßen. 2007 kehrte er als Vizepräsident zurück, blieb zwei Jahre.
Wettberg war mehr als nur ein Strategiepapier auf der Bank. Er sprach mit dem Herz der Kurve, trank mit den Ultras ein Helles, schimpfte mit den Funktionären. Seine Stimme war Rauch und Samt, seine Manndeckung damals so effektiv wie die Münchner Polizei bei Derby-Einsätzen.

51 Meistertitel in einer karriere, die bayern durchzog
Nach 1860 trainierte er Unterhaching, Jahn Regensburg, den FC Augsburg und dutzende bayerische Amateurklubs. 51 Meisterschalen stehen in seinem Keller – jede ein kleiner Pokal, jeder Pokal ein Beweis, dass Fußball nicht nur Glamour, sondern vor allem Arbeit ist. Er pflegte zu sagen: „Wenn du nicht weißt, warum du morgens aufstehst, verlierst du abends.“
Jetzt steht seine Bank leer. Die Löwen werden am nächsten Heimspiel eine Gedenkminute einlegen, die Kurve wird „Wettberg“ skandieren, und irgendwo in Giesing klingt ein Glas auf ihn an. Der König ist tot, aber seine 54 Spiele ohne Niederlage bleiben – so sicher wie der Schnee auf der Grünwalder Straße im Winter.
