12. März 2026: bologna gegen roma, fiorentina in polen – der fußball rast durch den donnerstag

18.45 Uhr, viermal Anpfiff in der Europa League, parallel die Coppa Italia der Frauen – und das alles an einem einzigen Abend. Der Donnerstag ist zum rechteckigen Spielfeld geworden, auf dem sich italienische Klubs quer durch den Kontinent verteilen. Wer zappen will, braucht zwei Augen und drei Bildschirme.

Der stau im programm beginnt schon am nachmittag

Um 18 Uhr empfangen die Roma-Femminile den Inter im Stadio Tre Fontane. Kein Provinzpokal, sondern Viertelfinale. Sky Sport Calcio überträgt live – und schaltet Sekunden später nach Bologna, wo Thiago Motta und Daniele De Rossi erstmals seit Jahren wieder aufeinander treffen, diesmal mit Europa-League-Klappe. Die Bologna-Roma läuft parallel zur Fiorentina-Rakow (21 Uhr, Conference League), weshalb die Sky-Kanäle 251-256 heute wie ein Roulette laufen.

Die Zahlen sind klein, die Spannung groß: Bologna hat in dieser Saison erst ein Heimspiel in der Gruppenphase verloren, Roma kassierte auswärts nur zwei Gegentore. Die xG-Differenz der beiden Teams liegt innerhalb von 0,08 – ein Derby, das sich auf Millimeter und nicht auf Tore reduziert.

Was sonst noch blinkt: tennis, kugelstoßen und argentinische nachtarbeit

Was sonst noch blinkt: tennis, kugelstoßen und argentinische nachtarbeit

Wer um 1.30 Uhr noch wach ist, sieht River Plate in Buenos Aires – und damit Ex-Bundesliga-Torjäger Lucas Alario, der in der Primera División gerade seine siebte Saison startet. Davor, um 21 Uhr, rollt der Ball in der Conference League für Vincenzo Italiano: Fiorentina gegen Rakow Czestochowa, ein polnischer Klub, der in der Gruppenphase schon AZ Alkmaar ausgeschaltet hat. Die Fiorentina braucht einen Sieg, um die Ausgangslage vor dem Rückspiel zu entlasten – sonst droht wieder so ein K.o.-Spiel wie gegen Lech vor zwei Jahren.

Paralympics-Rekorde laufen zwischen den Halbzeiten als Kurzclips, aber wer die vollen Rennsucht will, muss auf Sky Sport Mix umschalten. Dort gibt es ab 17.30 Uhr Live-Qualifikation für Paris 2024 – 100-Meter-Finale der Klasse T44 mit Johannes Floors, der in Leverkusen gerade die 11-Sekunden-Marke gerissen hat.

Die Bilanz des Tages: neun Klubs, drei Wettbewerbe, ein Kontinent – und kein Sender, der mehr als zwei Spiele gleichzeitig in Full-HD liefern kann. Die Überlastung ist gewollt: Die UEFA hat die Anstoßzeiten bewusst gebündelt, um Streaming-Dienste wie NOW und DAZN zu zwingen, ihre Server hochzurüsten. Die Quote dankt es: Bei vergleichbaren Donnerstagen lag der Marktanteil von Sky zuletzt bei 12,4 Prozent – Rekord seit der Königsklasse-Reform.

Wer also nur einen Fernseher besitzt, muss sich entscheiden: Emotion gegen Zahlenwerk, Bologna gegen Rom, Florentiner Barock gegen polnische Disziplin. Die Fernbedienung wird zum Schiedsrichter – und der pfeift erst um 23.15 Uhr ab, wenn in Celta-Lyon der letzte Ball rollt. Danach bleibt nur noch eins: das Handy auf Como TV schalten und der Copa Libertadores lauschen, während draußen der Freitag schon seine Kiste öffnet.