Zwölf auswärtspiele, null punkte: eisenach versinkt in der göppinger grube

Der ThSV Eisenach ist in Göppingen nicht nur mit 23:26 untergegangen – er ist in eine Statistik versunken, die an die Wand gemalt werden kann: 17 Auswärtsniederlagen in Serie, zwölf davon in dieser Saison. Kein einziger Punkt jenseits der heimischen Wartburgstadt. Das 17:22 aus der 50. Minute war ein Todesstöhnen, kein Aufbäumen mehr.

Was war los? Felix Aellen traf siebenmal, Dominik Solak traf sechsmal – und doch wirkten ihre Treffer wie Pflaster auf einem offenen Bruch. Frisch Auf! spielte Handball, als gäbe es kein Morgen: schnell, unbeschwert, mit dem Blick nach vorn. Elias Newel dirigierte das Ensemble, während Eisenachs Defensive wie ein verrostetes Getriebe quietschte.

Silvio heinevetter kam, sah – und stand trotzdem allein

Silvio heinevetter kam, sah – und stand trotzdem allein

Der ehemalige Nationaltorhüter wechselte ein, parierte acht Mal, schrie seine Vorderleute an. Doch Julian Buchele auf der Gegenseite hielt zwölffach und ließ Eisenachs Rückraumschützen verzweifeln. Die Zahlen lügen nicht: 49 % Feldwurfquote für Göppingen, nur 42 % für Eisenach. Bei den Siebenmetern vergaben die Thüringer drei von fünf – ein Mikrokosmos ihrer Saison.

Rutger van Velde erzielte in der 58. Minute das 26:21. Danach herrschte Stille, nur das klatschende Publikum war zu hören. Die Göppinger Fans sangen, die Eisenacher Fans starrten. Die Niederlage war nicht mehr nur eine – sie war eine Serie, ein Fluch, ein Gespenst.

Am Freitag kommt mit den Rhein-Neckar Löwen der nächste Hochkaräter in die Georg-Hartmann-Halle. Die Frage ist nicht, ob Eisenach gewinnen muss – die Frage ist, ob sie noch glauben, dass sie es können. Die Tabelle lügt nicht: Letzter Platz, 4:40 Punkte, Torverhältnis 409:482. Die Play-downs rücken näher, und mit jedem vergebenen Auswärtsspiel schrumpft der Spielraum. Die Uhr tickt lauter als der Schiedsrichterpfiff.