Mls wirft yeboah und jones lebenslang raus – wegen wetten auf gelbe karten
Die MLS hat gnadenlos zugeschlagen. Yaw Yeboah und Derrick Jones sind auf Lebenszeit gesperrt, weil sie auf eigene Spiele gewettet und dabei offenbar sogar eine Gelbe Karte gezielt kassiert haben. Die Liga spricht von „vertraulichen Informationen“, die die beiden an Dritte weitergereicht haben sollen.
Die wette war ein treffer – und wurde zum beweis
Oktober 2024, ein MLS-Spiel wie jedes andere. Doch in der Wettdatei der Buchmacher taucht genau diese Partie auf. Die Quote für eine Gelbe Karte an Derrick Jones war kurz vor Anpfiff extrem eingebrochen. Am Ende sah der Mittelfeldspieler tatsächlich Gelb – und die Ermittler fanden die WhatsApp-Chats der beiden Spieler. Die Botschaften sind laut Liga eindeutig: Jones sollte ein Foul provozieren, damit die Wette aufgeht. Ein Insider-Tipp, der sie reich machen sollte.
Beide Akteure haben sich laut MLS „mehrfach und systematisch“ an Regelverstößen schuldig gemacht. Die Ermittlungen reichen bis ins Jahr 2024 zurück, einige Wetten sollen sogar 2025 platziert worden sein. Die Liga betont, dass keine Spielergebnisse manipuliert wurden – aber das Vertrauen ist ruiniert.

Vom meister zum outlaw – yeboahs fall
Yaos Yeboah war 2023 noch Held in Columbus. Der Ghanaer schoss im Finale gegen Los Angeles FC das entscheidende Tor und wurde mit der Crew Meister. Ein Jahr später unterschrieb er bei LAFC, doch der Vertrag wurde im Januar 2025 aufgelöst. Danach zog es ihn nach China, zur Chengdu Rongcheng – ein Umzug, der nun in einem neuen Licht erscheint.
Yeboah war ein Globetrotter: Frankreich, Niederlande, Spanien, Polen. In Columbus fand er eine Heimat, in der Fans ihn für seine Laufbereitschaft feierten. Diese Laufbereitschaft war Teil des Plans, als er im Oktober 2024 mit Jones kommunizierte.

Jones’ karriere endet im sumpf der akademie-ironie
Derrick Jones war einst das Wunderkind der Manchester-City-Akademie. Die Citizens warfen ihn nicht raus, er ging freiwillig in die USA – und avancierte dort zum Leistungsträger in Philadelphia, Nashville, Houston und Charlotte. Doch genau diese Klubs sind nun in den Akten der MLS genannt, weil Jones in mindestens fünf Partien gegen sie gewettet haben soll.
Die Sperre trifft ihn hart: kein Klub weltweit darf ihn mehr unter Vertrag nehmen, solange die MLS ihre Daten mit FIFA und UEFA teilt. Eine Karriere, die 2015 in der USL begann, endet mit 29 Jahren im moralischen Abseits.
Die liga schickt ein signal – und der preis ist hoch
Die MLS hat in den vergangenen Jahren Millionen in Integritätsprogramme und Spieler-Bildung gesteckt. Diese Entscheidung ist keine Rache, sondern eine Kampfansage. Die nächste Generation soll wissen: Ein einziger verdächtiger Klick reicht für das Karriere-Ende.
Für Yeboah und Jones bleibt nur der Weg in obskure Ligen ohne FIFA-Anerkennung – oder ein Leben jenseits des Platzes. Die Fans in Columbus und Philadelphia werden ihre Trikots nicht verbrennen, aber sie werden sie nicht mehr tragen. Die Wette war ein kleiner Gewinn, der Preis ist die Ewigkeit außerhalb des großen Spiels.
