Köln zieht premier-league-lenker tim steidten ins visier – neues machtmodell steht

Der 1. FC Köln schickt sich an, die sportliche Kommandozentrale komplett umzubauen. Tim Steidten, 46, Ex-Technischer Direktor von West Ham United, gilt als Wunschkandidat für eine neu geschaffene Direktoren-Position – und würde damit Thomas Kessler direkt unterwandern.

Kessler winkt rückendeckung vom premier-league-expat

Die Personalie steht allerdings noch nicht unter Dach und Fach. Intern wird seit Wochen geprüft, wie viel Macht Steidten tatsächlich bekommen soll. Eine reine Kaderplaner-Rolle? Oder doch eine Doppelspitze mit Kessler, der im Januar vom Sportdirektor zum Geschäftsführer aufstieg und seither mit einem kleinen Stab aus Lukas Berg und Gabor Ruhr arbeitet?

Die Frage ist berechtigt. Denn wer Steidten kennt, weiß: Der Mann ist kein Ja-Sager. In Leverkusen baute er die Datenabteilung auf, in Bremen strich er das Budget für Neuzugänge, in London schaltete er sogar David Moyes ein Stück weit aus. Köln würbe damit um einen Charakter, der interne Machtverhältnisse verschiebt – nicht nur auf dem Papier.

Markus pilawa ist noch im rennen – aber nur als notnagel

Markus pilawa ist noch im rennen – aber nur als notnagel

Parallel lieferte der Klub Markus Pilawa, früherer Chefscout des FC Bayern, als Alternative ein. Doch das ist reine Absicherung. Pilawa galt schon vor Jahren als Kandidat für den FC, damals scheiterte es an der Vorstandsbefürwortung. Heute sitzt ein neues Gremium, doch die DNA des Vereins bleibt konservativ. Steidten passt besser ins neue Narrativ: international, analytisch, kompromisslos.

Der Zeitplan ist eng. Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt in acht Wochen, die Planung für Leihgeschäfte und Ausgliederungen läuft bereits. Wer jetzt zögert, verliert Transfer-Taktgeber. Die klare Botschaft aus der Franz-Kremer-Stadt: Wir wollen nicht mehr mit Strukturen arbeiten, die aus der Regionalliga-Zeit stammen. Direktoren sollen herrschen, nicht Bereichsleiter verwalten.

Die Entscheidung fällt wohl vor dem Juni-Training. Steidten oder Pilawa – beide Namen stehen für unterschiedliche Zukunftsbilder. Die Wahl wird zeigen, ob Köln nur aufrüstet oder endlich durchstartet.