Zwickau stoppt den freien fall – petersens 11 treffer schocken neckarsulm

28:25 – ein Ergebnis, das in Zwickau wie ein Seufzer klingt. Nach Wochen im Keller der Handball-Bundesliga schlagen die Sächsinnen zurück, treiben Neckarsulm mit Petersens unbändigem Linkswurf in die Knie und halten sich an der Relativierung vorbei.

Die verletzten gäste stolpern über ihre eigene notlage

Die verletzten gäste stolpern über ihre eigene notlage

Neckarsulm kam mit Not-Kader, aber viel Mut. Dann fiel Munia Smits (Kreuzband), Angunn Gudmestad (Wadenbein) und drei weitere Leistungsträgerinnen aus. Trainer Thomas Zeitz sprach später von einer „echten Scheiß-Woche“ – und genau diese Verzweiflung roch Zwickau. Silje Petersen traf, traf, traf. 11 Mal. Jeder Treffer ein Nadelstich für die Gäste, die acht Minuten lang ohne Tor blieben und so den 5:0-Lauf einleiteten, der die Partie drehte.

Alicia Soffel stemmte sich in Hälfte zwei mit drei Toren in Serie dagegen, brachte Neckarsulm auf 17:18 heran. Doch Zwickau hatte die längere Bank – und den kühleren Kopf. Die letzten fünf Minuten gehörten wieder Petersen und Co., die den Vorsprung über die Zeit retteten und damit die Abstiegszone verlassen.

Die Tabelle lügt nicht: Zwickau springt auf Platz 11, Neckarsulm bleibt Sechster, muss aber um die Play-off-Heimrechte bangen. Für die Sächsinnen war das mehr als zwei Punkte – es war die Bestätigung, dass sie in der Liga bleiben wollen. Und dass manchmal ein einziger Tag reicht, um eine Saison umzukrempeln.