Zwickau bleibt zuhause unschlagbar – hertha ii hat keine chance
27 Heimspiele ohne Niederlage. Der FSV Zwickau hat am Dienstagabend seine beeindruckende Heimserie mit einem 2:0 gegen die U23 von Hertha BSC weiter ausgebaut – und rückt in der Tabelle der Regionalliga Nordost gefährlich nah an die Aufstiegsplätze heran.
Eine rote karte als wendepunkt
Bis zur 33. Minute war das Spiel vor 3.310 Zuschauern im Zwickauer Stadion noch ausgeglichen. Dann kam der Moment, der die Partie kippte: Hertha-Verteidiger Elias Decker grätschte an der Außenbahn gegen Lennert Möbius – Schiedsrichter Marko Wartmann zückte sofort Rot. Eine harte Entscheidung, über die man trefflich streiten kann. Decker war weg, Zwickau hatte Luft.
Die Westsachsen nutzten die Überzahl konsequent. Andrej Startsev, Kapitän und Antreiber, schnappte sich den Ball am Hertha-Strafraum, kombinierte schön mit Cemal Sezer und schob zur Führung ein – 41. Minute, 1:0, Aufatmen auf den Rängen.

Martens macht den deckel drauf
Nach der Pause versuchte Hertha II es noch einmal. Trainer Rejhan Hasanovic schickte seine Mannschaft mit Tempo aus der Kabine. Doch der Schuss kam aus der falschen Richtung: Theo Gunnar Martens zog aus 18 Metern ab und traf ins rechte untere Eck – 49. Minute, 2:0, Partie entschieden.
Was folgte, war ein Zwickauer Nachmittag im Angriffsmodus, der aber keinen weiteren Treffer mehr brachte. Oliver Rölke scheiterte auf Berliner Seite gleich dreimal an FSV-Keeper Lucas Hiemann, der seinen Kasten sauber hielt. Möbius vergab nach langem Pass, Joker Jonas Dittrich schoss knapp vorbei – und ein feiner Pass auf Marc-Philipp Zimmermann landete in den Händen von Hertha-Keeper Konstantin Heide. Der 36-jährige Zwickauer Stürmer wartet in dieser Saison weiter auf sein erstes Tor. Die Ironie des Fußballs: Der Mann mit dem größten Namen im Kader bleibt stumm.

Punktgleich mit jena, blick nach oben
Nach dem 14. Saisonsieg steht Zwickau als Fünfter der Regionalliga Nordost nun punktgleich mit Carl Zeiss Jena – und nur noch zwei Punkte vom dritten Platz entfernt. Hertha BSC II kassiert die zwölfte Saisonniederlage und bleibt Elfter.
Das nächste Pflichtspiel wartet bereits am Sonntag, 29. März 2026: Im Viertelfinale des sächsischen Landespokals reisen die Westsachsen zum VfB Auerbach – ausgerechnet dem Ex-Verein von Zimmermann. Vielleicht ist das genau der Ort, an dem der Knoten endlich platzt.
