Zverevs wimbledon-comeback: becker sieht entscheidenden schlüssel

Alexander Zverev blickt nach seinem Triumph bei den French Open voller Zuversicht auf Wimbledon. Doch der Weg zum Titel auf dem Rasen ist alles andere als ein Selbstläufer. Der deutsche Tennis-Star muss seine Vergangenheit hinter sich lassen – und das hat er offenbar geschafft, so sein ehemaliger Coach Boris Becker.

Ein neuer ansatz für den erfolg

Zverevs Bilanz bei Wimbledon war stets von Enttäuschungen geprägt. Das Achtelfinale stellte den bisherigen Karrierehöhepunkt dar. Doch mit dem Rückenwind des gewonnenen French Open scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Becker, der Zverev einst betreute, sieht einen zentralen Grund für diese mögliche Entwicklung: „Man merkt, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Er hat einen deutlich besseren Turnierplan.“

Früher neigte Zverev dazu, sich in einem Hamsterrad aus Turnieren zu verlieren. Wie Becker im Podcast „Becker Petkovic“ verriet, nahm der Tennisstar „jedes Dorfturnier mit“. Seine ehemalige Podcast-Partnerin Andrea Petković stimmte zu: „Er hatte einen Turnierkalender von einer 60 der Welt und war trotzdem die Nummer drei. Das war einfach verrückt.“ Die Folge: Überlastung und mangelnde Konzentration auf die wirklich wichtigen Events.

Becker sieht in Taylor Fritz einen regelmäßigen Angstgegner. Der US-Amerikaner, aktuell auf Platz sieben der Weltrangliste, hat Zverev in den letzten sieben Begegnungen stets die Oberhand behalten. Die jüngste Niederlage erfolgte erst kürzlich im Halbfinale von Halle, wo Fritz den Deutschen in drei Sätzen bezwang. „Man spricht ja ungern von Angstgegner, aber Fritz ist für unseren Mann einer“, so Becker.

Im ersten Runde von Wimbledon trifft Zverev auf den Belgier Alexander Blockx (ATP-Rang 37). Sollte er dieses Hürde überwinden, könnte im Viertelfinale das Duell mit Fritz folgen – ein Test für Zverevs mentale Stärke und die Umstellung auf einen fokussierteren Turnierplan. Ob er aus der Vergangenheit gelernt hat und den Spieß umdrehen kann, wird Wimbledon zeigen.

Die wimbledon-bilanz muss her

Die wimbledon-bilanz muss her

Die bisherige Bilanz von Alexander Zverev bei Wimbledon spiegelt die Schwierigkeit wider, sich auf dem Rasen zu behaupten. Die Konzentration auf die großen Turniere ist nun der Schlüssel zum Erfolg. Seine bisherige Karriere auf dem Rasen sollte eine Mahnung sein.