Spanien am rande des abgrunds: verletzungspech droht wm-aus
Ein Schock für den spanischen Fußball: Nach dem knappen Sieg gegen Uruguay muss das Team von Luis de la Fuente zahlreiche Verletzungen beklagen, die das vorzeitige Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft deutlich wahrscheinlicher machen. Die Euphorie nach dem Gruppensieg weicht der Sorge um das verletzungsgeschwächte Personal.
Die abwehr ist brüchig, der angriff blass
Die Partie gegen Uruguay offenbarte nicht nur die taktische Flexibilität von Luis de la Fuente, sondern auch die Verletzlichkeit der spanischen Mannschaft. Yeremy Pino und Nico Williams fielen mit schweren Verletzungen aus, was die ohnehin angespannte Situation auf den Flügeln weiter verschärft. Der Kanarische Inselstürmer Pino soll eine schwere Schlüsselbeinverletzung erlitten haben, während Williams mit Schmerzen an der rechten Wade das Spielfeld verlassen musste und von einem frustrierten „Das ist Scheiße“ sprach.
Die Situation ist alarmierend, da bereits zuvor Lamine Yamal nicht bei optimaler Fitness war und gegen Uruguay kurzzeitig an seiner früheren Verletzung zweifelte. Auch Víctor Muñoz, der eigentlich mit einer fast überwindenen Verletzung anreiste, konnte kaum trainieren und ist weit entfernt von seiner Bestform. Hinzu kommt, dass Ander Barrenetxea, ein weiterer vielversprechender Flügelspieler, vor der WM ausschied.
„Wir werden Lösungen finden“, betonte de la Fuente im Anschluss an das Spiel, doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Die Abhängigkeit von den Außenbahnen war schon vor dem Turnier ein Problem, und nun ist das Problem dramatisch verschärft. Die Frage ist, ob die verbliebenen Optionen ausreichen, um die Ambitionen der spanischen Nationalmannschaft zu erfüllen.

Alternativen? baena, ferran und co.
De la Fuente scheint auf Baena als Option für die linke Seite zu setzen, der gegen Uruguay sogar traf. Ferran Torres könnte zwar wieder in seine ursprüngliche Rolle als Flügelspieler zurückkehren, seine aktuelle Form deutet jedoch eher auf eine Position im Angriff an. Dani Olmo, Gavi und Oyarzabal sind weitere Namen, die in Betracht gezogen werden könnten. Auch die Möglichkeit, die Außenverteidiger Marcos Llorente und Pedro Porro in den Angriff zu ziehen, wird diskutiert.
Es ist unbestreitbar, dass Spanien mit einer anderen Mannschaft spielen wird als bisher. Die beeindruckende Serie von 34 ungeschlagenen Spielen, die nur noch einen Rekord von Spanien entfernt ist, wurde auf vielen Säulen errichtet. Es wäre naiv zu glauben, dass diese Stabilität ohne die konstante Leistung der Flügelspieler erhalten bleibt. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob de la Fuente es schafft, seine Mannschaft trotz des immensen Verletzungsdrucks zu Höchstleistungen zu führen.
Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Spanien hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es auch ohne seine Stars erfolgreich sein kann. Die Frage ist aber, ob die Alternativen die Qualität der verletzten Spieler ersetzen können und ob die Mannschaft in der Lage ist, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Die Welt hält den Atem an und beobachtet, ob Spanien seine WM-Träume trotz der Widrigkeiten aufrechterhalten kann.
