Zverevs miami-alptraum geht weiter: sinner schickt ihn nach hause
Sechs Mal hat Alexander Zverev nun gegen Jannik Sinner verloren – und kein Ende in Sicht. Im Halbfinale von Miami schlug der Italiener den Deutschen erneut nieder, diesmal mit 6:3, 7:6 (7:4). Die Zahl der Sätze, die Sinner bei Masters-1000-Turnieren hintereinander gewonnen hat, steigt damit auf 32. Für Zverev bleibt nur die Erkenntnis: Er war nah dran, aber wieder nicht nah genug.
Der satz, der alles hätte ändern können
Im zweiten Durchgang schien die Wende greifbar. Zverev hatte den Rhythmus gefunden, sein Aufschlagspiel lief, die Grundlinienschläge saßen. Beim 4:4 im Tiebreak sprang er hoch, Schwung vorhanden – und setzte den Smash ans Netz. Ein Ball, der wie ein Symbol für seine gesamte Saison wirkt: viel Aufwind, wenig Belohnung.
„Ich habe den Ball aus den Augen verloren“, sagte Zverev nach dem Match. „Bin hochgesprungen und ihn falsch getimt.“ Es klang, als würde er sich selbst einen Vortrag halten. Denn er weiß: Diese Fehler kosten Titel. Und Titel kosten Weltranglistenpunkte. Und Punkte kosten Prestige.

Sinner jagt das sunshine double
Während Zverev die Koffer packt, träumt Sinner vom zweiten Titel in Miami nach 2024 – und vom „Sunshine Double“, dem Sieg in Indian Wells und Miami innerhalb von zwei Wochen. Im Finale trifft er auf Jiri Lehecka, der Arthur Fils mit 6:2, 6:2 zerlegte. Für Lehecka ist es das erste Masters-Finale. Für Sinner die nächste Bühne, um zu zeigen, warum er die Zukunft des Herrentennis ist.
Für Zverev bleibt die Frage, wie lange er noch warten muss, bis er in die nächste Runde der großen Sieger vorstoßen kann. Die Antwort liegt irgendwo zwischen dem Netz und dem Kopf. Und sie ist nicht in Sicht.
