Zverev rast in indian wells: tiafoe weg, auger-aliassime weg – jetzt kommt fils

Die Wüste brennt, aber Alexander Zverev bleibt cool. Mit 6:3, 6:4 schickt er Frances Tiafoe nach Hause und steht erstmals seit 2019 wieder im Viertelfinale von Indian Wells. 90 Minuten Machtdemonstration, keine Spur von Sanddorn-Schwäche.

Zverevs neuntes mal: tiafoe kann ihn einfach nicht lesen

Zverevs neuntes mal: tiafoe kann ihn einfach nicht lesen

10:1 lautet das Head-to-head jetzt. Der Amerikaner probierte’s mit Slice, mit Spin, mit Show – vergeblich. Zverev ließ keine Breaks zu, warf 12 Asse ein und verwandelte beim ersten Matchball seinen 18. Winner. „Ich habe früh die Kontrolle übernommen und mein Ding gemacht“, sagt er mit der Gelassenheit eines Mannes, der weiß, dass die echten Prüfungen jetzt kommen.

Denn die nächste Runde bringt keine Erleichterung, sondern einen Franzosen mit Vendetta-Ambitionen. Arthur Fils schmiss den Angstgegner Auger-Aliassime raus – und hat gegen Zverev schon letztes Jahr in Miami gewonnen. Die 25-Grad-Temperatur am Dienstag war ein laues Lüftchen gegen das, was jetzt auf ihn zukommt.

Die Statistik nagt an ihm: Bei allen neun anderen Masters 1000 schaffte er mindestens das Halbfinale – nur in Indian Wells blieb er bisher die ewige Nummer acht. Diesmal ist das Tableau offen wie ein Jeep in der Wüste. Kein Alcaraz, kein Medvedev, kein Auger-Aliassime. Nur Fils, der 21-jährige Blitz, der seine schlechten Erinnerungen wachküsst.

Zverev selbst spürt den Druck, liebt ihn aber gerade. „Ich war von der Grundlinie sehr dominant. Das ist etwas, woran ich gearbeitet habe.“ Die Arbeitswoche ist noch nicht vorbei. Wenn er am Freitag gewinnt, hat er endlich das Halbfinale in der Wüste erreicht – und die letzte offene Rechnung seines Karriere-Kalenders abgehakt.