Zverev pulverisiert cerúndolo in 65 minuten – jetzt wartet sinner im halbfinale
Alexander Zverev hat seinen persönlichen Fluch gebrochen und den nächsten Gegner schon in Sicht: Mit einem 6:1, 6:2 gegen Francisco Cerúndolo steht der Deutsche im Halbfinale von Miami – und das nach nur 65 Minuten Spielzeit, als hätte er einen Termin verpasst.
Die angst wird zur nebensache
Im Vorjahr war Cerúndolo noch der Schrecken schlechthin: In Rom schickte er Zverev nach Hause, in Buenos Aires zerstörte er dessen Selbstvertrauen. Doch diese Nacht in Miami war alles anders. Zverev servierte wie ein Berserker, schmetterte 23 Winner raus und ließ dem Argentinier keine Zeit, Luft zu holen. Die Statistik lügt nicht: Zverev holte 85 % der Punkte hinter seiner ersten Aufschlagkugel – Werte, die selbst John Isner neidisch machen würden.
Die Arena war kaum halbvoll, die Uhr zeigte 01:02 Ortszeit, doch der 27-Jährige spielte, als stünde ganz Deutschland hinter ihm. Nach dem letzten Ballwechsel fuchtelte er mit beiden Fäusten, schrie ins Nachtstadium hinein – ein Bild, das die sofortige Erleichterung zeigt. „Ich wollte revanchieren, Punkt“, sagte er später knapp. Mehr musste er nicht sagen.

Sinner wartet – und bringt hausverbot für zverev mit
Jetzt der Lohn: ein Duell gegen Jannik Sinner, den italienischen Herbstmeister, der in Miami noch keinen Satz abgegeben hat. Die Head-to-Head-Bilanz? 2:5 für Sinner. Die letzte Begegnung in Melbourne endete mit einem K.-o. im Viertelfinale. Zverev kennt die Zahlen, ignoriert sie. „Ich spiele mein bestes Tennis, seit ich zurück bin“, sagt er. Gemeint ist der Kreuzbandriss von 2022, die Monate der Reha, die Zweifel, ob die Beine jemals wieder so schnell reagieren würden.
Die Buchmacher sehen Sinner trotzdem vorne – 1,45 Quote gegen 2,90 für Zverev. Aber wer Zverev in dieser Woche beobachtet, weiß: Die Zahlen gelten nur, bis der erste Aufschlag kommt. Und der ist in Miami ein Flugobjekt geworden.
