Zverev kämpft sich in monte carlo zurück – und warnt sich selbst
Ein holpriger Auftakt, ein 0:4 Rückstand im Entscheidungssatz und ein kämpfender Garín – Alexander Zverev hatte in Monte Carlo sichtlich zu kämpfen. Doch der Hamburger bewies Moral und Technik und sicherte sich letztlich den Sieg gegen den Chilenen Cristian Garín mit 4:6, 6:4, 7:5. Ein frühes Aus wurde so abgewendet, auch wenn der Weltranglisten-Dritte sich selbst noch eine deutliche Ansage machen musste.
Die anfangsprobleme des deutschen
Zurück auf dem Sandplatz, seinem angestammten Terrain, wirkte Zverev zunächst verunsichert. 21 vermeidbare Fehler im ersten Satz zeugten von mangelnder Konzentration. Besonders bitter: Seine erste Aufschlagstärke blieb ihm vorübergehend abhandenkommen, was Garín die Chance gab, früh in Führung zu gehen. „Mein Niveau war überhaupt nicht da, ehrlich gesagt“, räumte Zverev im Anschluss ein. „Es war mein erstes Sandplatz-Match seit elf Monaten, und ich hatte nicht viel Zeit, mich vorzubereiten.“

Ein wendepunkt und die erinnerung an frühere erfolge
Nach einer kurzen Toilettenpause schien der Tokio-Olympiasieger jedoch die Kurve zu bekommen. Er fand zurück zu seinem offensiven Spiel und stabilisierte seine Grundschläge. Der Chilenische Widerstand konnte so zunehmend unter Druck gesetzt werden. Garín, der die letzten Begegnungen gegen Zverev bereits für sich entscheiden konnte, offenbarte nun ebenfalls Schwächen. Nach einem spannenden Entscheidungssatz konnte Zverev den Sieg für sich verbuchen.

Der blick nach vorne: bergs und die french open
Im Achtelfinale, das am Donnerstag ansteht, erwartet Zverev ein Duell mit dem Belgier Zizou Bergs (ATP-Nr. 47). Eine deutliche Leistungssteigerung ist hierbei unerlässlich, will der Hamburger seine bisherigen Halbfinal-Erfolge in Monaco toppen. „Am Ende ist es wichtig, irgendwie zu gewinnen“, so Zverev nach dem Match. Das Ziel ist klar: Im Laufe des Turniers in Form zu kommen und spätestens Ende Mai bei den French Open, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, seine absolute Topform zu erreichen. Die Partie gegen Garín mag ein holpriger Start gewesen sein, doch sie zeigte auch, dass Zverev, auch wenn er sich selbst noch kritisch beurteilt, über die nötige mentale Stärke verfügt, um auch schwierige Situationen zu meistern. Seine aktuelle Form ist noch ausbaufähig, aber das Potenzial ist unbestritten.
