Zverev kämpft sich in monte carlo zurück – doch das turnier wird zur zerreißprobe!

Monte Carlo – Alexander Zverev hat sich gestern Abend ein ordentliches Achterbahnfahren durch die erste Runde des Masters in Monaco geleistet. Der Weltranglisten-Dritte wirkte angeschlagen, verlor den ersten Satz klaren und schien kurz vor dem Aus zu stehen. Doch dann schöpfte der Hamburger seine ganze Klasse und kämpfte sich gegen den Chilenen Cristian Garín zurück ins Turnier.

Ein holpriger start und eine nervöse anfangsphase

Zverevs Auftritt war von zahlreichen Unkonzentriertheiten geprägt. 21 vermeidbare Fehler im ersten Satz zeigten, dass der Hamburger, der auf Sand eigentlich zuhause ist, noch nicht seinen Rhythmus gefunden hat. Besonders bitter: Seine größte Stärke, der Aufschlag, ließ ihn im Stich. Ein schwaches Spiel lud Garín förmlich ein, die Oberhand zu gewinnen – und der Chilenische, der Zverev bereits in der Vergangenheit das Leben schwer gemacht hatte, nutzte die Chance zur Stelle. Die Partie schien sich dem Aus für den Deutschen entgegenzubewegen.

Doch dann schien etwas in Zverev aufzuflackern. Nach einer kurzen Toilettenpause kehrte er auf den Platz zurück, erinnerte sich an sein gewohnt starkes Spiel und begann, mit offensivem Spiel und soliden Grundschlägen Druck auf Garín auszuüben. Auch wenn es nur kurzfristig gelang, die Wende war eingeleitet. Zverev motzte zwar über die Besaitung seines Schlägers und die Box, doch er riss sich zusammen und verbuchte drei Breaks in Folge. Die Freude war ihm anzusehen.

Ein blick nach vorne: duell mit bergs und french open in sicht

Ein blick nach vorne: duell mit bergs und french open in sicht

Das Achtelfinale gegen Zizou Bergs, den belgischen Weltranglisten-47., wird für Zverev eine Standortbestimmung. Monaco war bislang kein Glücksbringer für den Deutschen – das Halbfinale stellt seine bisher beste Leistung dar. Um dieses zu übertreffen, muss er seine Leistung deutlich steigern. Sein Ziel ist klar: Im Laufe des Turniers in Form zu kommen und spätestens Ende Mai, wenn die French Open anstehen, seine absolute Topform zu erreichen. Denn dort, auf dem roten Sand von Paris, will er seine Ambitionen unter Beweis stellen und zeigen, dass er zu den ganz Großen des Tennis gehört. Ob er seine anfänglichen Schwierigkeiten überwinden und seine Konstanz finden kann, wird die kommenden Tage zeigen.