Zverev kämpft sich durch, hanfmann scheitert: madrid masters im fokus

Madrid – Alexander Zverev hat sich beim Masters-1000-Turnier in Madrid eine Achterbahnfahrt durch die erste Runde geleistet. Nach anfänglicher Dominanz und einem zwischenzeitlichen Dämpfer präsentierte sich der Weltranglistendritte letztlich wieder in Topform, während für Yannick Hanfmann die Reise in der spanischen Hauptstadt bereits früh endete. Ein Blick auf die Ereignisse und die sich abzeichnenden Chancen im Turnierverlauf.

Zverevs auf und ab gegen navone

Der erste Satz gegen Mariano Navone war ein klarer Auftritt von Alexander Zverev. Mit beeindruckender Präzision und aggressivem Spiel ließ er dem Argentinier kaum eine Chance. Doch im zweiten Satz schien der Fokus zu weichen, leichte Fehler und unnötige Aufschlagverluste ermöglichten Navone die Wende. Die Stimmung kippte kurzzeitig, bevor Zverev sich zusammenriss und im entscheidenden dritten Satz mit einem schnellen Break die Initiative zurückeroberte. Das Spiel endete nach 1:43 Stunden mit 6:1, 3:6, 6:3 zugunsten des Deutschen.

Hanfmann verpasst den durchmarsch

Hanfmann verpasst den durchmarsch

Die Hoffnungen auf einen deutschen Doppelsieg in Runde drei wurden jäh enttäuscht, als Yannick Hanfmann gegen Francisco Cerundolo unterlag. Der Argentinier zeigte eine beeindruckende Leistung und ließ Hanfmann kaum Luft zum Atmen. Mit 6:1 und 7:5 setzte sich Cerundolo durch – ein herber Rückschlag für den Karlsruher, dessen Weltranglistenposition von 60 nun keine Garantie für größere Erfolge war.

Die favoritenrolle rückt näher

Die favoritenrolle rückt näher

Zverev profitiert von den Ausfällen einiger Top-Stars. Sowohl Carlos Alcaraz als auch Novak Djokovic haben das Turnier kurzfristig absagen müssen, was seine Chancen auf den Titel erheblich verbessert. Die Absage Alcaraz’ aufgrund einer Handgelenksverletzung ist besonders bitter, da er als einer der größten Herausforderer galt und auch bei den French Open in Paris fehlen wird. Die mit rund 8,2 Millionen US-Dollar dotierte Veranstaltung steht nun weitgehend im Zeichen von Zverev und Jannik Sinner, dem Weltranglistenersten aus Italien.

Struff muss sich ebenfalls geschlagen geben

Struff muss sich ebenfalls geschlagen geben

Neben Hanfmann verabschiedete sich auch Jan-Lennard Struff frühzeitig aus Madrid. Gegen Alex Michelsen aus den USA gab es eine deutliche Niederlage, die die Stabilität des deutschen Tennis-Teams in Frage stellt.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Alexander Zverev seine neue Rolle als einer der größten Titelanwärter bestätigen kann. Sein Auftritt gegen Terence Atmane in Runde drei wird dabei ein erster Test sein. Die Dynamik des Turniers hat sich verändert; die Chance für Zverev ist realer denn je.