Zimmermann springt ein: ofc jagt den klassenrettungs-blitz aus halle

Der OFC schafft es in Rekordtempo: Mark Zimmermann steht schon wieder auf dem Bieberer Berg – diesmal als Retter statt Gegner. Drei Tage nach der Trennung von Kristjan Glibo präsentiert Kickers Offenbach den 52-Jährigen als neuen Cheftrainer.

Am Samstag um 14 Uhr gegen Tabellenführer Großaspach wird er das erste Mal auf der Bank sitzen, heute leitet er bereits die Trainingseinheit. „Wir brauchten jemanden, der sofort Gas gibt und die Gruppe packt“, sagt Geschäftsführer Martin Pieckenhagen.

Warum zimmermann trotz tabellenzweiten in halle rausflog

Warum zimmermann trotz tabellenzweiten in halle rausflog

Die Entlassung beim Halleschen FC letzten Sommer blieb vielen rätselhaft: Platz zwei, Landespokal, dennoch führte der Vorstand die fehlende „Weiterentwicklung“ an. Intern heißt es, Zimmermanns Forderung nach mehr Professionalität und Budget galt einigen Verantwortlichen als zu aufdringlich. Der OFC nutzt diese Reputation jetzt bewusst: Ein Trainer, der Stabilität schreit, woanders als störend empfunden wurde.

Die Spieler bekamen die Nachricht gestern per WhatsApp-Gruppe. Kapitän Steffen Haas reagierte binnen Minuten mit einem Daumen-hoch-Emoji – ein kleines Symbol, das in Offenbach gerade viel bedeutet. Nach fünf Niederlagen in Serie und 14. Tabellenplatz ist die Stimmung im Keller.

Zimmermanns Vertrag läuft zunächst bis Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr. Die Klassenrettung ist Pflicht, sonst droht der zweite Abstieg innerhalb von drei Jahren. Die Fans haben schon ein neues Lied parat: „Zimmi schießt uns frei“ – angelehnt an seinen Namen und die verzweifelte Lage.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Schnellschuss der Vereinsspitze genügt oder ob der OFC doch noch den Abstiegsstrudel erreicht. Fakt ist: Mit Zimmermann bekommt der Traditionsclub einen Trainer, der schon einmal gegen den Strom geschwommen ist – und jetzt wieder muss.