Ziereis' comeback: ein jahr später als erhofft?

Die Regionalliga Bayern muss sich noch etwas gedulden: Markus Ziereis, die Verpflichtung der DJK Vilzing im Sommer 2025, wird voraussichtlich nicht vor dem Beginn der nächsten Saison auf dem Platz stehen. Ein Kreuzbandriss hat dem erfahrenen Angreifer einen Strich durch die Rechnung gezogen, und die Fans müssen sich noch gedulden, um den vielversprechenden Neuzugang in Aktion zu sehen.

Ein hoffnungsträger fällt aus

Die Erwartungen waren hoch, als die DJK Vilzing im vergangenen Sommer den ehemaligen Profi Markus Ziereis, einen gebürtigen Rodinger, an die Huthgarten-Kicker lotste. Mit seiner Erfahrung und Torgefahr sollte der 33-Jährige den einzigen Regionalligisten aus der Oberpfalz verstärken. Doch bereits in der Sommervorbereitung kam es zur bitteren Enttäuschung: Im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden verletzte sich Ziereis schwer am Knie, ein Kreuzbandriss, der seine Saison vorzeitig beendete.

Die Verletzungsgeschichte von Ziereis reiht sich in eine Reihe von Personalsorgen beim Vilzinger Angriff ein. Neben Ziereis mussten sich auch Martin Tiefenbrunner, Jakob Zitzelsberger und weitere Spieler mit Kreuzbandrissen herumschlagen. Im Frühjahr 2026 setzte eine weitere Verletztenmisere ein, die die gesamte Angriffsabteilung außer Kraft setzte. So kam es, dass Trainer Thorsten Kirschbaum im Spiel gegen den SV Wacker Burghausen auf einen komplett veränderten Kader zurückgreifen musste.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Zehn Teams in der Regionalliga Bayern haben in dieser Saison häufiger getroffen als die DJK Vilzing. Ein Stürmer von Ziereis' Format könnte hier Abhilfe schaffen. Die Freude über seine Verpflichtung im vergangenen Jahr war groß, sowohl im Verein als auch in der Anhängerschaft.

Eine beeindruckende karriere

Eine beeindruckende karriere

Markus Ziereis blickt auf eine beachtliche Profikarriere zurück. Seine Stationen umfassen unter anderem 1860 München (zweimal), den FSV Frankfurt, den SV Darmstadt 98, den Chemnitzer FC, den SSV Jahn Regensburg, die SpVgg Bayreuth und den VfB Oldenburg. In 95 Drittliga-Spielen konnte er bereits Trophäen als Torschützenkönig sammeln. Drei Mal gelang ihm der Aufstieg in die 3. Liga.

Ziereis selbst zeigt sich trotz der Rückschläge optimistisch. „Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden. Seit Anfang März trainiere ich individuell, am Mannschaftstraining kann ich aber noch nicht teilnehmen“, so der Angreifer. Sein Ziel ist es, spätestens mit Beginn der Sommervorbereitung 2026 wieder einsatzbereit zu sein.

Die Fans der DJK Vilzing dürfen also noch etwas warten, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ziereis wird seine Karriere nicht so beenden wollen, wie er betont, und er wird alles dafür tun, um seinen Traum vom Comeback in Vilzing zu verwirklichen. Mit seiner Qualität und Erfahrung kann er den Huthgarten-Kickern sicherlich weiterhelfen, wenn er wieder fit ist. Ob er tatsächlich mit einem Jahr Verspätung sein erstes Pflichtspiel-Tor für Vilzing erzielt, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Erwartungen an den ehemaligen Profi sind hoch.