Yates krönt gran camino: kontrolle und taktischer schachzug
Adam Yates hat die diesjährige Austragung des Gran Camino erfolgreich abgeschlossen und damit seinen zehnten Karriereerfolg gefeiert. Der Brite demonstrierte über fünf Etappen eine beeindruckende Kontrolle und ließ seinen Konkurrenten kaum eine Chance. Doch der Sieg war knapper, als es die Gesamtklassement-Sicherheit vermuten ließ, insbesondere durch einen überraschenden Etappensieg von Alessandro Pinarello im letzten Anstieg.

Ein duell mit dem wind und kopfsteinpflaster
Die entscheidende fünfte Etappe führte das Peloton über den kurzen, aber anspruchsvollen Alto Monte Santa Trega. Der Wind vom Atlantik machte das Rennen zu einer echten Zerreißprobe. Yates las die Situation perfekt und setzte auf eine hohe Geschwindigkeit, um seine Gegner unter Druck zu setzen. Ein exklusiver Vierer-Gruppe mit Pinarello, Nordhagen und Romeo bildete sich, doch niemand konnte entscheidend ausbrechen. Das Rennen kulminierte in einem unerwarteten Finale auf Kopfsteinpflaster.
"Es war eine harte Kletterei“, kommentierte Yates nach dem Rennen. „Obwohl die Strecke kurz war, machte der Wind es extrem schwierig. Ich konzentrierte mich darauf, das Tempo hochzuhalten und zu verhindern, dass meine Konkurrenten einen Angriff starten konnten.“
Die letzte Abfahrt wurde von einem unerwarteten Wendepunkt überschattet. Pinarello nutzte die unebene Strecke zu seinem Vorteil und setzte sich kurz vor dem Ziel ab, um seinen ersten Profisieg zu erringen. Yates überquerte die Ziellinie als Dritter, festigte aber damit seine Führung in der Gesamtwertung. Er scherzte humorvoll: „Ich mag keine Kopfsteinpflaster. Ich bevorzuge es, stehend zu treten. Vielleicht könnte man nächstes Jahr eine asphaltierte Straße parallel zur Kopfsteinpflaster-Variante bauen - das wäre deutlich besser!“
Das Rennen endete mit einem insgesamt positiven Eindruck. Yates zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und kündigte seinen Rückkehr an: „Ich glaube, die Rennen waren insgesamt großartig, und ich hoffe, in den nächsten zwei Jahren wieder hier sein zu dürfen.“
Der Blick richtet sich nun auf den Giro d'Italia, der am 8. Mai beginnt. Yates und sein Team werden sich zuvor noch auf die Höhenlage konzentrieren, um sich optimal vorzubereiten. „Wir werden sehen. Zuerst müssen wir uns in der Höhe akklimatisieren und dann werden wir mit einem starken Team und mehreren Optionen antreten“, so Yates, der bereits einen Blick auf die Konkurrenz wirft, darunter João Almeida und Jonas Vingegaard.
