Yáñez und cuenca zurück im training: sporting gijón gewinnt keeper und abwehrchef zurück

Rubén Yáñez stand wieder zwischen den Pfosten. Kein Video, kein offizieller Klub-Tweet, nur das leise Knirschen seiner Stollen auf dem Rasenplatz von Mareo. Am Mittwoch absolvierte der 32-jährige Schlussmann nach fünf Wochen Zwangspause erstmals wieder eine komplette Einheit mit der Mannschaft. Die Nachricht jagt durch die Gänge des Sporting de Gijón wie ein Kaltgetränk an einem Julimittag: Die Nummer eins ist zurück – zumindest auf dem Trainingsfeld.

Yáñez und cuenca – zwei comebacks, eine frage

Am 8. März war Yáñez in der 67. Minute gegen Andorra zusammengebrochen, die Diagnose: Adduktorenruptur zweiten Grades im linken Bein. Seitdem hielt Javier Benito, der Leistungschet der Asturier, die Atmosphäre in der Kabine mit täglichen Update-Fragen zum Torwart auf Trab. Nun endlich Entwarnung. Parallel arbeitete Andrés Cuenca, das Leihgeschenk des FC Barcelona, nach seiner Syndesmose-Operation ebenfalls wieder mit der Gruppe. Der 21-jährige Innenverteidiger war am 8. Februar gegen Huesca nach nur 23 Minuten ausgewechselt worden – sein Debüt endete im Krankenhaus statt im Torjubel.

Die medizinische Abteilung um Doctor Juan José Tralba setzte beide Spieler auf ein individuelles Re-Integration-Protokoll: 30 Minuten Spielformen, kontrollierte Sprintserien, GPS-gestützte Belastungskontrolle. Ergebnis: keine Reizreaktionen, keine Schmerzskalen über 3/10. Dennoch bleibt die Einsatz-Entscheidung offen. Borja Jiménez wird bis zur letzten Trainingseinheit am Freitag abwägen, ob das Risiko ein längerfristiges eingeht.

Der molinón als thermometer – sporting jagt eibar

Der molinón als thermometer – sporting jagt eibar

Am Freitag, 28. März, kommt der Deportivo la Coruña. Kick-off 20-30 Uhr, 23.700 Tickets bereits weg. Ein Sieg würde Sporting auf 48 Punkte bringen – und Tabellenführer Eibar unter Zugzwang setzen, der am Sonntag in Albacete ran muss. Die Statistik gibt Jiménez recht: In den letzten sieben Heimspielen gegen Galier holten die Rojiblancos 17 von 21 möglichen Zählern. Ohne Yáñez kassierte Ersatzmann Christian Joel 1,9 Gegentore pro Spiel, mit dem Spanien-Internationalen sinkt der Wert auf 0,8. Zahlen, die die sportliche Leitung nicht ignorieren kann.

Die Langzeitverletzten bleiben jedoch ein offene Wunde. Andrés Ferrari (Kreuzband), Mamadou Loum (Wadenbeinbruch) und Nacho Martín (Achilles-Operation) werden die Saison verpassen. Martín landete erst am Dienstag aus Sevilla zurück, sein Rehabilitationsplan sieht einen Kurzaufenthalt in der Clinica Universidad de Navarra vor. Ohne diese drei Leistungsträger wirkt der Kader trotz Rückkehrern wie ein Puzzle mit fehlenden Eckstücken.

Doch für 48 Stunden atmet Gijón auf. Yáñez lacht wieder, Cuenca sprintet ohne Gips, die Curva Nord probiert neue Choreos. Und Jiménez? Der Coach biss sich nach der Einheit auf die Lippe, sagte nur: „Wir schauen Tag für Tag.“ Das klingt nach Klischee, ist aber Taktik. Wer zu früh auftrumpft, provoziert das nächste Muskelbündel. Die wahre Stärke des Sporting zeigt sich nicht im Sprint, sondern im Schongang. Im Molinón wird am Freitag nicht nur ein Spiel entschieden – sondern ein Saisonfinale mitgeschrieben, das bis zum letzten Atemzug dauert.