Yamal-vorfall: flick verteidigt youngster nach atlético-duell
Madrid – Die Champions-League-Partie zwischen Atlético und Barcelona war nicht nur sportlich packend. Ein emotionaler Ausbruch von Lamine Yamal sorgte im Anschluss für Gesprächsstoff. Trainer Hansi Flick zeigte sich jedoch loyal und verteidigte den jungen Katalanen, der nach seinem Auswechseln sichtlich frustriert wirkte.
Die fassade bröckelt: yamals reaktion im rampenlicht
Der Vorfall im Metropolitano ist kein Einzelfall. Yamal, gerade einmal 18 Jahre alt, offenbarte nach dem Spiel, dass er sich durch Auswechslungen und vergebene Torchancen frustriert fühlt. „Er hat alles versucht, hatte den Ball, wir haben die Seite gewechselt. Lamine ist ein unglaublicher Spieler“, erklärte Flick auf der Pressekonferenz. „Manchmal sieht man in der Wiederholung, was für unglaubliche Dinge er macht. Aber er ist eben erst 18 und kann sich natürlich auch mal ärgern.“
Flick betonte, dass er den jungen Star bedingungslos unterstütze und ihm Fehler zugestehe. „Ich habe ihm gesagt, er darf Fehler machen, ich werde ihn schützen“, so der Coach. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die auf Yamal lastet, sei enorm, aber seine Entwicklung sei von größter Bedeutung. „Er ist auf einem sehr guten Weg, und wir helfen ihm, sich zu entwickeln.“

Mehr als nur ein spiel: flick fordert einsatz und mentalität
Neben der Analyse des Spiels gegen Atlético betonte Flick die Bedeutung der Fans und die Notwendigkeit, den eigenen Spielstil zu verfolgen. „Es ist wichtig, dass wir morgen mit unserem Stil spielen. Auch die Fans sind wichtig – die Verbindung ist sehr gut, und wir brauchen sie.“ Die Leistung gegen Girona habe dem Team einen wichtigen Impuls gegeben. Gerade die jungen Innenverteidiger Cubarsí und Gerard zeigten „eine geniale Arbeit“, wobei es in ihrem Alter normal sei, dass Entscheidungen nicht immer optimal getroffen werden.
Der DFB-Coach sprach auch über die Belastung durch den engen Spielplan. „Wir haben die Mannschaft in den letzten Tagen erholt, aber heute haben wir an etwas Konkretem gearbeitet. Das müssen wir aber jetzt auch auf dem Platz zeigen.“ Ein besonderes Augenmerk gilt der Defensivarbeit. „Wenn wir nicht pressen, ist es für den Gegner leichter, Räume zu finden – das haben wir beim ersten Gegentor gesehen.“
Die Personalie Cancelo wurde von Flick bewusst ausgespart. Der Portugiese sei zwar „ein großer Profi mit einer herausragenden Technik“, aber der Fokus liege aktuell auf seiner Leistung und seiner Unterstützung des Teams. Er habe nach seiner langen Rückreise von der Nationalmannschaft noch einmal alles gegeben und sei sichtlich erschöpft gewesen.
Obwohl Atlético als ein „hartes Team“ mit „Intensität und schnellen, fantastischen Spielern“ gilt, betonte Flick die Chancen im Rückspiel. „Wir wissen, dass es ein spannendes Spiel wird, aber wir wollen die Champions League gewinnen.“
