Yamal-debatte: de la fuente hält spanien-fans auf trab
Atlanta – Der Traum vom EM-Titel für Spanien droht zu platzen, bevor er richtig begonnen hat. Nach dem schmeichelhaften 0:0 gegen Kap Verde steht die Elf von Luis de la Fuente unter enormem Druck. Im Blickpunkt: Die Einsatzzeit des Super-Talents Lamine Yamal. Kann der 18-Jährige den entscheidenden Unterschied machen?

Die frage nach yamals rolle
Die Erwartungen an Lamine Yamal sind immens, aber Trainer de la Fuente hütet sich vor voreiligen Schlüssen. „Er ist fit und will unbedingt etwas bewegen“, erklärte der Coach vor dem Duell mit Saudi-Arabien am Sonntag. Zuvor hatte er angedeutet, dass Yamal durchaus eine ganze Spielstunde stemmen könnte. Im ersten Spiel gegen Kap Verde kam der Youngster erst in der 71. Minute ins Spiel, was die Gemüter entfachte.
De la Fuente betonte, dass die Spielzeit von Yamals „vom Spielverlauf abhängt“ und warnte vor überzogenen Vergleichen mit Legenden wie Messi oder Maradona. „Er befindet sich noch in der Entwicklung“, so der erfahrene Trainer, der an seinem 65. Geburtstag ein wichtiges Spiel bestreiten wird.
Yamal selbst äußerte sich zurückhaltend: „Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt für ein komplettes Spiel“, sagte er. Allerdings signalisierte er seine Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen: „Ich kann definitiv so viele Minuten spielen, wie der Trainer möchte.“ Die Fans in Atlanta bangen: Wird der junge Star gegen Saudi-Arabien den Knoten lösen und Spanien zurück ins Spiel bringen?
Die deutsche Sportpresse beobachtet gespannt. Ein frühes Aus bei der EM wäre ein herber Schlag für den spanischen Fußball. De la Fuente muss die richtigen Entscheidungen treffen, um das Team wieder auf Kurs zu bringen. Die Augen sind auf Yamal gerichtet – aber die Last liegt auf den Schultern des gesamten Teams.
