Xhaka-provokation nach schweizer sieg: „lass sie reden!“,
Ein provokanter Schnabel-Move und deutliche Worte: Granit Xhaka hat nach dem 4:1-Sieg der Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina für Aufsehen gesorgt. Der Schweizer Kapitän schoss den Siegtreffer per Elfmeter und reagierte mit einer eindeutigen Geste auf die anhaltende Kritik an seiner Person.
Die turbulente wm-vorbereitung und die zweifel
Die Vorbereitung der Schweizer Nationalmannschaft auf die WM war alles andere als ruhig. Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Katar kursierten Berichte über eine angespannte Atmosphäre im Lager der Eidgenossen. Im Zentrum der Kritik stand dabei – wie so oft – der Kapitän Xhaka. Die Boulevardzeitung Blick stützte sich auf „mehrere Quellen“, wonach einige Spieler durch die „strengen Ansagen“ des Anführers verunsichert oder unwohl im Camp seien. Es hieß sogar von einer „toxischen Richtung“. Diese Vorwürfe wies Xhaka nun auf seine Art und Weise zurück.
„Es gibt immer viel Unruhe über mich, es wird viel geschrieben – das werde ich von meiner Seite auch ein bisschen provozieren“, erklärte Xhaka nach dem Spiel. „Vielleicht könnte man auch einfach stolz sein auf einen Spieler, der schon so viele Spiele für die Nationalmannschaft gemacht hat? Aber für mich zählt es auf dem Platz: Dass die Mannschaft hinter mir steht, dass der Trainer hinter mir steht.“ Seine Schnabel-Geste, gefolgt vom ironischen „lass sie reden“, wirkte wie eine direkte Antwort an all jene, die ihm weiterhin Zweifel entgegenbringen.

Die leistung zählt: doppelte freude für freiburg
Doch am Ende zählte auf dem Platz die Leistung. Lange tat sich die Schweiz gegen eine hartnäckige bosnische Mannschaft schwer. Der Durchbruch gelang erst durch den jungen Freiburger Johan Manzambi, der mit einem Doppelpack (74./90.) für die Wende sorgte. Ruben Vargas (84.) erhöhte auf 3:1, und Xhaka selbst machte den Sieg mit dem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+7) perfekt. Die vier Punkte aus zwei Spielen katapultieren die Nati in Gruppe B auf eine vielversprechende Position im Rennen um das Weiterkommen.
Die Diskussionen um Xhaka werden wohl weitergehen, doch eines ist klar: Auf dem Rasen hat er bewiesen, dass er weiterhin eine wichtige Stütze der Schweizer Nationalmannschaft ist. Sein provokanter Auftritt mag einige verärgern, aber er verdeutlicht auch seinen unbedingten Willen und seine Entschlossenheit, für sein Team zu kämpfen. Und das ist, am Ende des Tages, das, was zählt.
