Xenia smits wirft handballpause: wm-star erwartet im herbst ihr erstes kind

Xenia Smits tritt zurück – zumindest für ein paar Monate. Die deutsche Handball-Vizeweltmeisterin wird im Herbst Mutter. Die 31-Jährige verkündete ihre Schwangerschaft am Mittwoch auf Instagram – und löste damit beim DHB und bei Metz Handball eine Lücke aus, die man so nicht einfach flicken kann.

„Es gibt Momente im Leben, die größer sind als jedes Spiel“, schrieb Smits. „Für eine kurze Zeit stelle ich meine Handballschuhe zur Seite – nicht, weil der Traum vom Sport endet, sondern weil ein neuer beginnt.“ Ein Satz, der in der Handballwelt sofort die Runde machte. Denn Smits ist keine Spielerin, die man einfach ersetzt. Seit Jahren zieht sie das deutsche Team mit ihrer Treffsicherheit und ihrer Ruhe im Rückraum. 156 Länderspiele, 362 Tore. Die Bilanz spricht für sich.

Die lücke, die niemand füllen kann

Mit ihr verliert der DHB nicht nur eine Torjägerin, sondern eine Führungsspielerin. Smits war es, die im WM-Finale gegen Norwegen noch vorne stand, als Silber feststand. Ihre Erfahrung, ihre Präsenz – beides fehlt nun. Bundestrainer Markus Gaugisch wusste das sofort. „Ich freue mich sehr für Xenia“, sagte er. „Aber klar: Wir verlieren eine Leistungsträgerin, die man nicht eins zu eins ersetzen kann.“

Schon beim 33:18 gegen Slowenien fehlte Smits im Kader. Sie war trotzdem da, saß in Heidelberg auf der Tribüne, klatschte, lachte, feierte mit. Ein letztes Mal im Kreis der Mannschaft – bevor sie sich zurückzieht. Nicht für immer. Aber lange genug, um die Frage aufkommen zu lassen: Wer übernimmt ihre Rolle?

Metz, odense – und dann?

Metz, odense – und dann?

Die Antwort ist ungemütlich: niemand. Smits spielte bei Metz Handball auf höchstem Niveau, wechselt ab Sommer zu Odense Handbold. Ein Transfer, der schon länger stand. Doch nun kommt eine neue Priorität. Das Kind. Die Familie. Die Pause. Und danach? Keine Garantie, dass sie zurückkommt. Nicht so. Nicht mit dem gleichen Körper. Nicht mit dem gleichen Alltag.

Die Handballwelt schaut nun auf Spielerinnen wie Julia Behnke oder Emily Bölk. Aber sie alle wissen: Smits’ Aura, ihre Art, Spiele zu lesen, zu lenken, zu entscheiden – das ist nicht trainierbar. Das war sie.

„Wir erwarten unser kleines Wunder“, schrieb Smits. Ein Satz, der wehtut. Denn für den DHB bedeutet es: Ein kleines Wunder auf der einen Seite, eine große Lücke auf der anderen.