Xavi packt aus: barça-vereinsführung unter beschuss
Xavi schlägt zurück. Fast zwei Jahre nach seinem Rauswurf beim FC Barcelona hat der Klubidol die Führung rund um Präsident Joan Laporta frontal attackiert – und dabei sogar die Rückkehr von Lionel Messi als „Lüge“ entlarvt.
„Unehrliche menschen“: xavi schießt gegen laporta
Die Kritik des früheren Mittelfeldstrategen ist nichts für Zartbesaitete. „Wir können uns nicht auf unehrliche Menschen verlassen“, wetterte Xavi gegenüber der katalanischen ZeitungLa Vanguardia. Der Klub brauche eine „grundlegende Veränderung in seiner Struktur, seiner Professionalität“. Die Entlassung selbst sei in einer Art verschlüsselter Kommunikation erfolgt: Man habe ihm intern mitgeteilt, dass er gehen müsse, ihm das aber nie offiziell ins Gesicht gesagt.
Parallel lief bereits die Suche nach seinem Nachfolger. Hansi Flick, der seit Juli 2024 auf der Bank sitzt, führte demnach heimlich erste Vertragsgespräche – und suchte später persönlich das Gespräch mit seinem Vorgänger. „Der Verein hat ihm gesagt, er solle mir nichts sagen. Deshalb kam er zu mir nach Hause, um sich zu entschuldigen“, berichtet Xavi. Das Gespräch dauerte über zwei Stunden. Heute schreiben die beiden „ständig Nachrichten“, das Verhältnis sei „ausgezeichnet“.

Messi-comeback geplatzt – präsident blockierte
Den damals kursierenden Offiziellenarrativ zu seiner Entlassung nennt Xavi schlichtweg „falsch“. Eine Medienkampagne habe gegen ihn gearbeitet. Und auch die vielzitierte Rückkehr von Lionel Messi im Sommer 2023 habe es beinahe gegeben – „aber nicht wegen LaLiga oder weil Jorge Messi mehr Geld verlangt“, das sei eine „Lüge“. Tatsächlich sei der Transfer „fast fix“, habe aber an Laporta selbst gescheitert. „Der Präsident wollte ihn nicht.“
Xavi führte Barça von 2021 bis 2024 als Trainer, gewann 2023 die spanische Meisterschaft. Sein Abschied war von öffentlichen Spannungen begleitet – nun holt er zum Rundumschlag aus. Die Vereinsführung um Laporta schweigt bisher zu den Vorwürfen.
